Kreis Heinsberg: Clusterkopfschmerz: Über 250 Probanden haben an Studie mitgewirkt

Kreis Heinsberg : Clusterkopfschmerz: Über 250 Probanden haben an Studie mitgewirkt

Der Präsident des Bundesverbandes der Clusterkopfschmerz-Selbsthilfe-Gruppen (CSG) kommt in die Kreisstadt.

Anlässlich der im letzten Jahr durchgeführten Studie der CSG, die mit über 250 Probanden die teilnehmerstärkste ihrer Art weltweit war, stellt Dr. Harald Müller die ersten Ergebnisse dieser Erhebung den Mitgliedern der CSG Heinsberg und allen Interessierten am kommenden Dienstag, 4.November, um 20 Uhr in den Räumen des Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrums in Heinsberg an der Hochstraße 24 vor.

Im Rahmen dieser Studie zur Situation der Clusterkopfschmerz-Patienten in Deutschland wurden erschreckende Zahlen gefunden: So dauert es in Deutschland im Schnitt etwa acht Jahre, bis diese Krankheit richtig diagnostiziert und therapiert wird.

Ursachen für diese lange Diagnosedauer (in den Niederlanden beispielsweise vergehen „nur” rund drei Jahre) sind laut CSG vor allem die mangelnde Kenntnis dieser Krankheit in der Ärzteschaft und die (auf diesem Gebiet) schlechte Mediziner-Ausbildung: In zwölf Semestern Medizinstudium würden die angehenden Ärzte über das, was sie als niedergelassene Hausärzte zu etwa 70 bis 80 Prozent bearbeiten müssten - Schmerz-Erkrankungen jeder Art - gerade einmal ein paar Vorlesungen von wenigen Stunden Dauer erfahren, so die CSG.

Der Leiter der CSG Heinsberg, Jakob C. Terhaag, hofft auf eine hohe Beteiligung - nicht nur der CSG-Mitglieder, sondern darüber hinaus auch von allen anderen am Clusterkopfschmerz-Erkrankten sowie von weiteren an diesem Thema Interessierten.