Kreis Heinsberg: Chor 77 feiert 40-jähriges Bestehen

Kreis Heinsberg : Chor 77 feiert 40-jähriges Bestehen

Gegründet im Dezember 1977 im kleinen Örtchen Doveren, inzwischen auf fast 40 Mitglieder angewachsen und die Leidenschaft für Singen immer beibehalten: So könnte man den Chor 77 aus Hückelhoven beschreiben, der mit einem großen Jubiläumskonzert sein 40-jähriges Bestehen feierte.

Trotz Fußball-WM ließen sich viele musik- und vor allem chorbegeisterten Menschen diese Festlichkeit in der Hückelhovener Lambertuskirche nicht entgehen.

Ulla Sevenich-Mattar vom Sprecherteam des Chores zeigte sich begeistert von der großen Resonanz. „Dass so viele Leute gekommen sind, damit hätten wir nicht gerechnet“, sagte sie. „Unser Chor ist ein wirklich sehr gemischter Haufen, Alt und Jung, Mann und Frau, alle sind hier vertreten“, so beschrieb sie den Chor 77 (der jüngt auch eine Kooperation mit der Anton-Heinen-Volkshochschule vereinbart hat). Dabei würden sie alle Stilrichtungen singen von Stücken aus der Zeit der Renaissance bis in die Gegenwart, so Sevenich-Mattar weiter.

Von diesem überaus vielfältigen Repertoire konnten sich die Gäste an diesem Abend natürlich selbst ein Bild machen. Neben ­alten Klassikern wie „The Long Day Closes“ aus dem Jahr 1868 oder „Der Floh“ von Erasmus Widmann aus dem 16. Jahrhundert ertönten auch moderne Klänge wie „Sleep MLK“ von der irischen Rockband U 2.

Abgerundet wurde das musikalische Programm von den beiden Geburtstagsgästen Christine Neumann und Markus Bartz. Letzterer hat unter anderem beim Chorleiter des Chor 77, Guido Janssen, seine Leidenschaft zur Musik entdeckte. Für Guido Janssen war dieser Abend auch ein ganz Besonderer. „Für mich ist es ein Genuss zu erleben, wie sich aus einer Gruppe ganz verschiedener Menschen immer wieder ein schöner Chorklang herausbildet“, erklärte er. Dabei würden seine Schützlinge mehr als nur die Leidenschaft zum Singen teilen. „Auch außerhalb der Chorproben treffen sich viele Mitglieder regelmäßig, zum Beispiel für einen gemeinsamen Konzertbesuch oder ein gemeinsames Abendessen“, fügte er hinzu.

„Auch in Zukunft wollen wir die Musikkultur und den aktiven Chorgesang in unserer Region fördern“, versprach Ulla Sevenich-Mattar. „Und dabei als Amateurchor mit gewissen Ambitionen an die Ganze Sache rangehen“, unterstrich sie schmunzelnd.

(rie)