Kreis Heinsberg: CDU-Kandidatur für Europa: Rennen „völlig offen”

Kreis Heinsberg : CDU-Kandidatur für Europa: Rennen „völlig offen”

Als „völlig offen” bezeichnete Matthias Biergans, Geschäftsführer des CDU-Bezirksverbandes Aachen, am Mittwoch das Rennen um die Kandidatur für die Europawahl am 7.Juni 2009. „Eine Chance ist da”, sagte Biergans in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes Heinsberg zu den Aussichten für Franz-Michael Jansen aus Geilenkirchen.

An diesem Donnerstag fallen bei der Bezirksversammlung, die um 19 Uhr in der Heinsberger Stadthalle beginnt, die Würfel: Wer die anstehende Wahl zum Bewerber des Bezirksverbandes gewinnt, darf mit einem sicheren Platz auf der Liste der CDU-NRW und mit dem Einzug ins Europäische Parlament rechnen.

Nach dem Grußwort von NRW-Europaminister Andreas Krautscheid werden sich vier Kandidaten, die auch schon in den Kreisverbänden zu Gast waren, noch einmal in alphabetischer Reihenfolge vorstellen: Hans Brüggemann (Euskirchen), Franz-Michael Jansen (Heinsberg), Dr. Patricia Peill (Düren-Jülich) und Sabine Verheyen (Aachen-Stadt). Danach wird geheim abgestimmt. Im ersten Wahlgang ist die absolute Mehrheit erforderlich. Dann folgt gegebenenfalls eine Stichwahl zwischen den zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen. Das gleiche Prozedere gilt auch für die Wahl des persönlichen Vertreters.

Der Kreisverband Heinsberg ist Gastgeber, stellt mit dem Bundestagsabgeordneten Leo Dautzenberg den Bezirksvorsitzenden und verfügt mit 35 Stimmen über den Löwenanteil unter den Delegierten. Doch das muss alles nichts bedeuten: 34 Delegierte kommen aus Aachen-Land (ohne eigenen Kandidaten), 30 aus Düren-Jülich, 24 aus Euskirchen und 18 aus Aachen-Stadt. Im Vorfeld gab es viele Spekulationen: Verbünden sich Aachen-Stadt und Aachen-Land? Sind andere „Koalitionen” geschmiedet worden? Fehlen Delegierte? Treten alle vier Kandidaten zur ersten Wahl an? Oder will jemand nur Vertreter werden? Wird diesmal eine Frau für diesen Posten favorisiert?

Franz-Michael Jansen stimmt in der Einschätzung seiner Aussichten mit Matthias Biergans überein: „völlig offen” und „eine Chance ist da”! „Das würde ich so auch unterschreiben”, erklärte der 58-jährige Unternehmensberater und Immobilienmakler, der im CDU-Stadtverband Geilenkirchen seit vier Jahren den Vorsitz innehat und über 24 Jahre Ratserfahrung verfügt. Zu seiner eigenen Motivation für die Kandidatur merkte Jansen an, Geilenkirchen sei - dank Awacs - eine sehr internationale Stadt, er spreche Englisch und Französisch, verfüge über viele Kontakte ins Ausland und sei ein engagierter Politiker, „der sich gerne für die Region ins Zeug legt”.