Busreisen fallen ins Wasser

Busreisen fallen ins Wasser

Erkelenz (an-o) - Die Unwetter in Bayern, Österreich und Italien sind nicht nur unangenehm für die Touristen, die bereits an Ort und Stelle eingetroffen sind. Auch die Reiseveranstalter hierzulande machen sich Sorgen.

Die Geschehnisse am 11. September vergangenen Jahres sowie die Euro-Einführung haben dafür gesorgt, dass Reisebürokunden skeptisch und vorsichtig geworden sind. Gerade was Flugreisen angeht. Doch damit nicht genug: Die Unwetter in Bayern, Österreich und Italien bereiten immer mehr Veranstaltern Kopfzerbrechen. Buchungen bleiben aus, Reisen werden verschoben oder ganz abgesagt. Die Folge: Immer mehr Busse, die bisher noch als ausgebucht galten, bleiben nun leer.

Reise verschoben

"Ich habe mich mit einem Veranstalter unterhalten, der ganze Busreisen nach Österreich stornieren musste, weil so viele Touristen abgesagt haben", sagt Joachim Manegold, Geschäftsführer des KVE-Selfkant Reisebüros in der Aachener Straße. "Das bedeutet natürlich große Umsatzeinbußen." Das ganze Jahr laufe schon nicht optimal. "Wer in der Branche behauptet, die Bilanz sei hervorragend, der lügt."

Auch im Reisebüro Ruffert am Markt sind die Unwetter in den Alpen zu spüren. "Einige Kunden, die eine Reise nach Passau gebucht hatten, um dort eine Radtour an der Donau zu machen, haben ihre Reise auf einen späteren Zeitpunkt verschoben", so Trudi Becker, die Inhaberin. "Dann hoffen sie auf besseres Wetter." Dies ist möglich, weil sich die Reiseveranstalter mit den entsprechenden Hotels vor Ort absprechen. "Die Hotels sagen dem Reiseveranstaltern, dass dort im Moment âLand unterÔ ist, also nichts mehr geht. Die Veranstalter geben uns in den Reisebüros dann Bescheid", sagt Trudi Becker weiter. "So sind die Umbuchungen möglich."

Doch solche Umbuchungen sind noch der günstigste Fall. Der schlimmste ist es, wenn die Urlauber einfach absagen.

Zwar hat das RTD-Reisebüro am Markt damit noch keine Probleme, doch auch wird sich bereits auf Strategien vorbereitet, damit das kommende Jahr für die Branche wieder rosiger wird. "Ab dem Winter wird es wieder viel günstiger", sagt Mitarbeiterin Sabine Katzner. "Dann machen viele Veranstalter auch Sonderangebote. Wir hoffen, dass sich die Buchungszahlen dann langsam wieder normalisieren."