Wegberg: Bunkerobjekte werden Bodendenkmäler

Wegberg : Bunkerobjekte werden Bodendenkmäler

Der Rat tagte, hatte aber im öffentlichen Teil der Sitzung nur wenige Punkte abzuarbeiten. Die meisten Anträge, zum Beispiel der CDU-Fraktion auf geeignete Maßnahmen für Radfahrer und Fußgänger im Bereich der Straße in Tüschenbroich von der Mühle bis zum Ortseingangsschild zu verbessern, wurden dem zuständigen Ausschuss zugewiesen.

Auch der Antrag der FDP-Fraktion, die Debatte um einen Streetworker wieder aufzunehmen, wurde an den Ausschuss für Bildung, Soziales und Sport überwiesen. Der soll sich am 25. August darum kümmern. Dafür wurden im nichtöffentlichen Teil etliche Entscheidungen getroffen, die im traditionellen Pressegespräch der Verwaltungsspitze soweit nun möglich bekannt gegeben werden konnten.

Erfreut zeigte sich Bürgermeisterin Hedwig Klein über die Einstimmigkeit der Ratsmitglieder. So wird die Verwaltung im Jahr 2010 sieben Ausbildungsstellen anbieten. Auch die Liste von der Ausbildungsstellensituation bis zum Jahr 2011 bei verschiedenen Betrieben in der Stadt lag bereits vor. Informationen sind beim Fachbereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung zu erhalten. Einige Mitarbeiter der Verwaltung können sich auf Beförderungen freuen. So steigt eine Mitarbeiterin zur Stadtamtsfrau auf, vier weitere werden künftig Bezüge als Stadtamtsrat erhalten. Einigkeit herrschte auch bei der Ratsentscheidung für die Verleihung des Ehrenpreises 2009.

Aus den acht eingereichten Vorschlägen wurde Resi Wyen aus Beeck gewählt. Die Ehrung für ihre langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten erfolgt am 4. Juli im Rahmen des Wegberger Kultursommers bei der Veranstaltung der Fidelen Musikanten. In Kürze werden nähere Einzelheiten über die Preisträgerin veröffentlicht. Befriedigt zeigte sich die Bürgermeisterin auch, dass nun die Einweihung der Wegberger Mühle, die im Volksmund Ramachers Mühle genannt wird, unmittelbar bevorsteht. Nach der Einsegnung durch Pater Laetantius und Pfarrerin Schlammer während des offiziellen Teiles am Morgen, können die interessierten Besucher dann nachmittags die Räumlichkeiten beim Tag der offenen Tür bestaunen. Der „Historische Verein” hat inzwischen einen Überlassungsvertrag mit der Stadt geschlossen und für das „Mühlenstübchen”, einem gemütlichen Raum für immerhin 80 bis 90 Personen, liegen schon die ersten Buchungen vor. Hier können Konzerte im kleineren Rahmen oder andere Veranstaltungen erfolgen.

Am 26. Mai wird Richtfest für die neue Mensa gefeiert. Ein Betreiber aus Kreuzau ist schon gefunden. Zwei Bunkerobjekte, der ehemalige Westwallbunker in Arsbeck östlich der Landwehr und nördlich der Straße Roermonder Bahn sowie der ehemalige Ringstand nördlich des Ortsteiles Dalheim in der Nähe eines aufgelassenen militärischen Lagers, wurden vom Landschaftsverband Rheinland als Bodendenkmale aufgenommen. Schließlich gab es noch einmal den Hinweis auf den Mühlentag 2009 am Pfingstmontag, der in diesem Jahr in der Schrofmühle von Ministerpräsident Dr. Rüttgers eröffnet wird. Die Geschäfte in der Stadt werden aus diesem Anlass 86 alte Bilder in ihren Auslagen zeigen. Das Stadtmarketing will dieses „Kleinod” weiter ausbauen. So sollen eine Mühlentasse, eine spezielle Postkarte und ein Mühlenflyer mit Routenangeboten für das Tal der Mühlen werben.