Kreis Heinsberg: Bundeswehr leistet im Bedarfsfall schnelle Hilfe

Kreis Heinsberg : Bundeswehr leistet im Bedarfsfall schnelle Hilfe

Zu einem Antrittsbesuch empfing Landrat Stephan Pusch den Beauftragten der Bundeswehr für die zivil-militärische Zusammenarbeit im Kreis Heinsberg.

Major Jorge Klapproth und sein Stellvertreter Hauptmann Benedikt Graf von Dürckheim stellten dem Landrat die Aufgaben des Beauftragten der Bundeswehr und des neu geschaffenen Kreisverbindungskommandos Heinsberg vor. Diese Organisation besteht aus erfahrenen Reserveoffizieren und -unteroffizieren, die allesamt ihren Wohnsitz im Kreisgebiet haben.

Die Bundeswehr hat in den letzten zwölf Monaten in Deutschlands über 470 Kreisverbindungskommandos (KVK) auf Kreisebene und Bezirksverbindungskommandos (BVK) auf Regierungsbezirksebene aufgestellt. Geführt werden die Kreisverbindungskommandos, an deren Spitze der regionale Beauftragte der Bundeswehr für die zivil-militärische Zusammenarbeit steht, durch das Landeskommando Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Mit dieser Verbindungsorganisation schafft die Bundeswehr kurze Wege im Austausch zur Kommunikation, Information und Beratung mit den kommunalen Zivil- und Katastrophenschutzverantwortlichen auf Kreisebene.

Mit einem Verbindungsstab aus zwölf Fachleuten stellt das Kreisverbindungskommando den ständigen Kontakt zu den Behörden und Organisationen im Katastrophenschutz sicher, um im Bedarfsfall und auf Anforderung der zivilen Behörden schnelle Hilfe durch die Bundeswehr zu koordinieren.

Dabei fungiert der Beauftragte der Bundeswehr für die zivil-militärische Zusammenarbeit als Verbindungsstabsoffizier und Berater des Landrats in Fragen von Amts- und Katastrophenschutzhilfe durch die Bundeswehr, wenn zivile Kräfte nicht mehr ausreichen oder vorhanden sind, um eine Krisenlage im Kreisgebiet zu bewältigen.

Landrat Pusch und Major Klapproth waren sich einig, dass die Bundeswehr, die mit dieser Verbindungsorganisation Neuland beschreitet, einen großen Schritt zur Hilfeleistung im Inland geht, um im Notfall schnelle Unterstützung herbeizuführen.

Als besonders erfreulich bezeichnete es der Landrat, dass die Verbindungsoffiziere aus dem Kreis Heinsberg stammen. Die Orts- und Personenkenntnis würde eine Zusammenarbeit wesentlich erleichtern.