Kreis Düren: BUND mahnt Artenschutz im Kreis Düren an

Kreis Düren : BUND mahnt Artenschutz im Kreis Düren an

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat eine Resolution an die Adresse des Landschaftsbeirates gerichtet, in der die „Erhaltung der biologischen Vielfalt im Kreis Düren” gefordert wird.

Von dem politischen Gremium wird erwartet, dass es sich der Resolution anschließt und sie in den Kreistag einbringt. Handlungsbedarf sieht die BUND-Kreisgruppe allemal, denn man beobachte „mit großer Sorge, dass im Kreis Düren der Artenschutz nach wie vor nicht den ihm gebührenden Stellenwert hat”. Konkret fordern die Naturschützer:



Der BUND hat den Eindruck gewonnen, „dass im Gegensatz zu den Festtagsreden auf der Artenschutzkonferenz in Bonn die Realität in NRW und im Kreis Düren anders aussieht”. Auch im Kreis Düren habe sich während der vergangenen 40 Jahre „ein bis heute anhaltender dramatischer Rückgang der Arten vollzogen, vor allem in den Agrarökosystemen und in den Dörfern”, heißt es in der Resolution.

Eine ganze Reihe von Projekten und Planungen schadeten der Natur. Freizeitverhalten und hoher Landschaftsverbrauch durch Wohn- und Gewerbegebiete, Bergbau und Straßen sowie eine intensive Landwirtschaft vernichteten jeden Tag Lebensräume.

Als Beispiel nennt der BUND die geplante Ortsumgehung für Kelz, Frauwüllesheim und Soller. Das Projekt bedrohe den Lebensraum eines stark gefährdeten Vogels, der Grauammer, die in NRW nur noch mit etwa 150 Brutpaaren vorkomme. Land und Kreis sollten dieser Verantwortung Rechnung tragen und auf den Straßenbau verzichten. Der Kreis Düren trage eine besondere Verantwortung für das Überleben dieser Art in unserem Land.