Heinsberg-Kempen: Bürgerzentrum für Kempen „lebenswichtig”

Heinsberg-Kempen : Bürgerzentrum für Kempen „lebenswichtig”

Es war ein wichtiger Tag für Kempen, die örtlichen Vereine und alle Bürger, denn mit der Einweihung des neuen Bürgerzentrums wurde ein seit vielen Jahren gehegter Wunsch Wirklichkeit.

„Den Neubau, den wir heute seiner Bestimmung übergeben, muss man in jeder Hinsicht als gelungen bezeichnen - eine wahre Meisterleistung aller Beteiligten”, erklärte nicht nur Bürgermeister Josef Offergeld bei der Einweihungsfeier.

Möglich wurde das Projekt „Bürgerzentrum” für Kempen durch die Zusammenarbeit von Kirchengemeinde und Stadt Heinsberg. Im Bereich des Klausenhofes besonders günstig platziert und mit gegenseitiger Nutzung der baulichen Anlagen, gilt es nun, das Bürgerzentrum mit Leben zu erfüllen.

Als „Glücksgriff” bezeichnete Bürgermeister Offergeld das Engagement von Ortsvorsteher Walter Geiser als Ideengeber, Bauleiter und Koordinator, gemeinsam mit Dipl. Ing. Johannes Rongen vom Bauamt der Stadt Heinsberg. Mehr als 100 freiwillige Helfer aus zwölf Ortsvereinen kamen seit dem Baubeginn im September zum Einsatz.

Den Rohbau erstellten die Firmen Speis, Stassny sowie Frenken-Erdweg. Parallel zum Neubau wurden die Räume des Klausenhofes saniert und wie der Rohbau bis November 2003 fertig gestellt. Die Ausbauarbeiten einschließlich der Außenanlage erfolgten weitgehend in Eigenleistung. Dafür zollte Bürgermeister Offergeld allen Helfern, unterstrichen vom Beifall der Gäste, höchste Anerkennung.

Der Saal im neuen Bürgerzentrum hat eine Größe von rund 200 qm. Hinzu kommen das Foyer mit 27 und der Thekenraum mit 43 qm. Insgesamt wurde eine Nutzfläche von 351 qm neu geschaffen. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betrugen etwa 780.000 Euro, bei einem Eigenanteil der Stadt von 352.700 Euro.

Hier dankte Bürgermeister Offergeld besonders der Bezirksregierung Köln, die die Maßnahme mit einem Landesanteil von 467.320 Euro förderte. Ein besonderer Dank galt dem anwesenden Regierungsbaudirektor Barthel Labenz und seinen Mitarbeitern, die die Maßnahme auch mit fachlichem Rat begleiteten.

„Ein intaktes Gemeinwesen ist in der Lage, große Ziele zu erreichen”, wies Offergeld nicht nur auf Kempen, sondern auch auf weitere Beispiele der vergangenen drei Jahre mit Bürgerhallen in Erpen, Scheifendahl und Karken hin. Er sei als Bürgermeister stolz auf das, was hier und an anderen Stellen im Stadtgebiet auf vergleichbare Art und Weise geleistete wurde und wird.

Die Einweihungsfeier sollte der Anfang einer intensiven Nutzung sein, gab er als Wunsch mit auf den Weg, um gemeinsam mit Regierungsbaudirektor Barthel Labenz den symbolischen Schlüssel an Ortsvorsteher und stellvertretenden Bürgermeister Walter Geiser zu überreichen.

„Chefsache”

Von „Kempen in Festtagsstimmung” sprach dann auch Walter Geiser. Er bedankte sich beim Bürgermeister dafür, die Realisierung des Bürgerzentrums zur „Chefsache” gemacht zu haben. Für die Dorfgemeinschaft eine „lebenswichtige Maßnahme”.

Auf zwei Gruppen habe man sich während der gesamten Bauphase verlassen können, auf die „Rentnerband” und den Bauausschuss des Ortsringes. Stellvertretend für alle Helfer nannte er Josef Schreinemacher, der seit Baubeginn wohl mehr Zeit auf der Baustelle als Zuhause verbracht habe.

„Gott hat bereits am Morgen die Außenanlagen gesegnet, nun segne ich die Halle, weniger aber die Steine und Wände, sondern vielmehr die Menschen. Von denen hängt es ab, ob von hier aus segensreiches Wirken geschieht oder nicht” merkte Pfarrer Dr. Georg Giesen an, bevor er den Segen erteilte.

Auch Ortsringsvorsitzender Hans-Josef Peters blickte zurück voller Anerkennung und Dank für das Geleistete und mit Optimismus in die Zukunft des örtlichen Vereinslebens. Den musikalischen Rahmen gestalteten das Trommler-, Pfeifer- und Bläserkorps, der Kirchenchor sowie der MGV Kempen.