Selfkant-Schalbruch: Bürger wollen Entwicklung in Schalbruch aktiv mitgestalten

Selfkant-Schalbruch : Bürger wollen Entwicklung in Schalbruch aktiv mitgestalten

Rund 40 Bürger waren der Einladung zur Ortsbegehung des Heimat- und Bürgervereins Schalbruch gefolgt.

Der Vorsitzende Franz Diecks begrüßte die interessierten Bürger im Namen des Vereins am Ausgangspunkt im Dorfzentrum. Zur Freude des Heimat- und Bürgervereins hatten sich auch einige niederländische Bürger des Neubaugebietes im Heidfeld eingefunden, die sich ebenfalls einen Einblick in die Entwicklung des Dorfbildes verschaffen wollten.

Zunächst blickte Franz Diecks auf die Geschichte Schalbruchs zurück. Demnach wurde die 100 Jahre alte Grundschule aus eigener Kraft gebaut. Damals war der Bau für die 400 Einwohner dringend von Nöten. Die Baukosten wurden aus dem Waldverkauf an die Gemeinde finanziert.

1963 sahen einige Schalbrucher Bürger, dass der Bau eines Kindergartens und einer Kirche in Folge des Einwohnerwachstums erforderlich war. Es bedurfte zwar noch einige Zeit, aber auch diese beiden Projekte realisierten die Schalbrucher Bürger mit sehr viel Eigenleistung. Es folgten der Bau eines Bolzplatzes, die Realisierung einer Laufbahn mit Sprunggrube und die Errichtung des Mehrzweckplatzes.

„Mit der Gründung des Heimat- und Bürgervereins wollen wir gegenwärtig die Entwicklung im Dorf mitgestalten”, sagte Diecks. Helga Knarren fragte nach dem Ausflug in die Historie: „Wie sieht es mit dem Bau eines Bürgerhauses aus?”

„Aus einem Ratsbeschluss geht hervor, dass zum Bau eines Bürgerhauses eine Baustelle auf dem Mehrzweckplatz ausgewiesen sein muss. Falls das Projekt mit öffentlichen Mitteln realisiert wird, soll das Bürgerhaus allen Bürgern, dem Kindergarten und der Schule zugänglich sein”, antwortete Franz Diecks. „Aber letztlich entscheiden die Schalbrucher Bürger, was wo gebaut oder gekauft wird.”

Anschließend begutachtete die Gruppe den Friedhof. Der Heimat- und Bürgerverein erwägt auch dort einige Veränderungen.

Zum einen soll die Grablage so verändert werden, dass ein Rundweg entsteht, und zum anderen soll mit einer Bepflanzung von Sträuchern zwischen Neubaugebiet (im Heidfeld) und Friedhof dem Friedhofsgast ein Lärmschutz geboten werden.

Des Weiteren möchte der Verein bei der Planung eines künftigen Baugebietes am Talweg, eine öffentliche Fläche ausweisen lassen, die als Parkplatz und für einen weiterer Spielplatz zur Verfügung steht.