Selfkant: Bürger wollen andere Lösung als der Kreis Heinsberg

Selfkant : Bürger wollen andere Lösung als der Kreis Heinsberg

Spannend ist es in der Bau- und Umweltausschusssitzung der Gemeinde Selfkant zugegangen. Der Grund: kontroverse Ansichten über die Verkehrsberuhigung in Süsterseel.

Es ging um die Art der Verkehrsberuhigung im Bereich der Kreuzung K1/Karl-Arnold-Straße/K15/Höngener Weg in Süsterseel, da auf dieser Kreisstraße oft zu schnell gefahren wird.

Die Gemeinde, die auf die Planung des Kreises keinen Einfluss hat, versucht seit vier Jahren, den Kreis zur Verkehrsberuhigungsmaßnahmen zu bewegen, allerdings waren die Zuhörer im Bauausschuss von der vorgestellten Variante wenig begeistert.

Sie fanden, dass vor der Kreuzung die „Möblierung” stattfinden sollte. Dies dokumentierten die Zuhörer mit Applaus für den Bürgermeister, der diese Frage anschnitt.

Bei der jetzigen Lösung kommt es zu einem Stau und der Verkehr im Kreuzungsbereich Höngener Weg kann nicht mehr fließen. Außerdem kann eine Anwohnerin fast nicht mehr aus ihrer Einfahrt herausfahren. Ralf Theissen, Kreis Heinsberg, war allerdings der Auffassung, dass dann die Maßnahme keinen Sinn hätte, zudem sei die vorgestellte Lösung schon im zuständigen Kreisausschuss genehmigt worden und man wolle jetzt mit der Ausschreibung beginnen.

Ferner hat die Gemeinde beim zuständigen Kreis den Wunsch geäußert, vor dem Kindergarten dafür Sorge zu tragen, dass ihre Kinder gesichert zum Auto der Eltern gelangen können. Der Kreis will deswegen auf der Kindergartenseite Parkbuchten errichten.

Eltern, die von Tüddern herkommen, sollen über die Römerstraße fahren, damit sie in Fahrtrichtung parken.

Der SPD-Ratsherr und Zuhörer im Ausschuss, Stefan Pohl, sowie andere Zuhörer machten darauf aufmerksam, dass das sehr unübersichtlich und gefährlich sei, weil man im Kreuzungsbereich nicht sehe, ob ein Auto komme.

Über eine Anbringung eines Spiegels auf der Kreisstraße oder die Wegnahme des Rechtsschlenkers auf der Karl-Arnold-Straße wurde nicht nachgedacht. Wenn die Bürger mit den Lösungen nicht einverstanden seien, dann solle seinetwegen nur eine neue Straßendecke gemacht werden, so Theissen.

Die Kreisstraße bliebe dann Rennstrecke, ebenso wie die gefährliche Situation im Kreuzungsbereich bestehen bliebe. Die Mitglieder des Ausschusses nahmen von der Planung Kenntnis, da sie keinen Einfluss auf Kreisstraßen haben.