Aachen/Kreis Heinsberg: Brustkrebs den Schrecken nehmen

Aachen/Kreis Heinsberg : Brustkrebs den Schrecken nehmen

Feierstunde auf halber Strecke: Weder im Aachener Marienhospital noch im Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhauses, sondern in der Alsdorfer Stadthalle hat jetzt die Übergabe der Zertifizierungsurkunde des Landes NRW für des Brustzentrum Aachen/Kreis Heinsberg stattgefunden.

Dabei betonte Professor Thomas Möllhoff, ärztlicher Direktor des Marienhospitals: „Das Brustzentrum steht für die Zukunft und die Vision, dass wir dem Brustkrebs seinen Schrecken nehmen können.”

Die Bedeutung der Einrichtung unterstrich auch Dr. Harry Elsbernd, ärztlicher Direktor des Erkelenzer Krankenhauses. Schließlich treffe die Diagnose Brustkrebs in Deutschland jede neunte Frau und bedeute einen erheblichen Einschnitt ins Leben.

Hier setze das Bruszentrum an, um Patientinnen in dieser Situation die bestmöglichste medizinische aber auch psychologische Betreuung zu geben. „Besonders froh sind wir natürlich, dass dies mit der Zertifizierung auch in unseren ländlichen Raum getragen wird.”

Zertifiziert worden war das Brustzentrum bereits im Juli. Der Einrichtung wurde „exzellente Qualität in Früherkennung, Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs” bescheinigt, hieß es bei der Feierstunde. Das Zertifikat stehe darüber hinaus für die optimale psychosoziale Betreuung der Patientinnen.

Um die Rundum-Versorgung der betroffenen Frauen auf höchstem Niveau zu gewährleisten, kooperiert das Brustzentrum mit einem breiten Netzwerk aus niedergelassenen Gynäkologen, Spezialisten und Selbsthilfegruppen. Einen ebsonderen Stellenwert hat die Breast-Care-Nurse, eine speziell geschulte Krankenschwester, die als Verbindungsglied zwischen Patientinnen und Fachärzten fungiert.

Wie groß der Schritt in der Behandlung von Brustkrebs mit der Einrichtung der Zentren ist, machte Professor Christoph Werner, Ex-Chefarzt der Frauenklinik am Duisburger Bethesda-Johanniter-Klinikum, deutlich: Noch vor einigen Jahrzehnten war Brustkrebs mit einer erheblichen Verstümmelung durch die Operation verbunden, ohne Garantien für eine Heilung. Heutzutage geht nicht zuletzt an den Zentren der Trend zum Erhalt der Brust und zur individuellen Therapie mit steigenden Heilungschancen.