Merode: Brisante Thesen bei der CDU-Mittelstandsvereinigung

Merode : Brisante Thesen bei der CDU-Mittelstandsvereinigung

„In unserem Unterbewusstsein gibt es zwei Armeen, die der guten und die der bösen Krieger.“ Diese verwegene Theorie, und wie man es schafft, dass die Guten sich durchsetzen, erläuterte Dr. Wolfgang Mader als Gast der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) vor rund 90 Zuhörern auf Schloss Merode.

Einschlägige Erfahrung auf dem Weg zum Erfolg sammelte der Südtiroler beim legendären Fahrradrennen „Race across America“ über knapp 5000 Kilometer. Bei dem Rennen kam er nach jahrelanger akribischer Vorbereitung im vergangenen Jahr in wenigen Tagen ins Ziel.

Bevor er seine Zuhörer, die alle auf beruflicher Ebene auf Erfolge angewiesen sind, an seinen Erlebnissen bei dieser Extremsport-Tour von San Diego in Kalifornien nach Washington an der Ostküste der USA in Worten, Bildern und Filmschnipseln teilhaben ließ, gab er ihnen Tipps, wie man mit teilweise einfachen und oft verblüffenden Mitteln zu Erfolgen kommt. Oder auch umgekehrt: Wie man durch gedankliche Fehler sich selbst den Erfolg verbaut.

Gemeinsam mit dem Meroder Prinzenpaar begrüßte der MIT-Vorsitzende Rolf Delhougne den Vortragenden und seinen Onkel Roland Mader. Letzterer hatte die Veranstaltung initiiert, weil er die inovativen Ideen seines Neffen schon länger kannte. Nach Wolfgang Maders Erkenntnis wird kein Sieg und kein Erfolg im Wettkampf selbst erzielt, sondern lange vorher: in der Vorbereitung oder gar durch alltägliche positive Handlungen und Denkweisen.

Entscheidend dafür sei das Zusammenspiel von Bewusstsein und Unterbewusstem, wobei schon im stressfreien Alltag das Unterbewusstsein für 85 Prozent aller Entscheidungen allein verantwortlich sei. Kommt es zu Stresssituationen, wachse dieser Anteil auf fast 100 Prozent.

Dann liege die Entscheidung bei „zwei Armeen“, den Guten und den Bösen. Deshalb müsse man vorab dafür sorgen, dass die Positiven in der Überzahl seien. Jede noch so banale tägliche Handlung sorge für die Stärkung der einen oder anderen Fraktion. Wer also in noch so guter Absicht „Hals- und Beinbruch“ wünsche oder anmerke „Wird schon schiefgehen“, der mache alles falsch, weil das Ausgesprochene sich festsetze. Besser sei es, immer, „viel Erfolg“ zu wünschen und „wird sicher klappen“ zu sagen.

Noch ein Beispiel: Das Verbot „geh nicht auf die Wiese“ wecke beim Kind nur das Verlangen, genau das zu tun. Also: „Bleib auf den Wegen!“ Das sei positiv formuliert und annehmbar. Zu seinem Erfolgs-Tipp brachte er ein Beispiel. Er hat seiner kleinen Tochter vor längerer Zeit die Angst vor einer Sache genommen, indem er mit ihr die alte Roy-Black-Nummer „Schön ist es, auf der Welt zu sein“ gesungen habe. So positiv eingestimmt, habe diese ihre Angst prompt besiegte.

Und als Mader beim erwähnten Rennen nach 3600 Kilometern völlig entkräftet aufgeben wollte, spielte sein Begleitteam auf Anweisung seiner Tochter über Außenlautsprecher das alte Lied und siehe da: Papa Mader blieb im Sattel und radelte noch einmal knapp 1400 Kilometer.

(kel)