Kreis Düren: Breitband-Ausbau: 28 Millionen Euro für den Kreis

Kreis Düren : Breitband-Ausbau: 28 Millionen Euro für den Kreis

Landrat Wolfgang Spelthahn und Ruth Schultz, Breitband-Expertin im Amt für Kreisentwicklung, dürften Berlin am Dienstag mit einem Lächeln verlassen haben. In jedem Fall hatten sie Förderzusagen von bis zu 28 Millionen Euro für den Breitbandausbau im Kreis Düren im Gepäck.

50 Prozent der Summe übernimmt der Bund, das Land NRW je nach Kommune weitere 40 bis 50 Prozent. Dadurch hält sich der Eigenanteil des Kreises in Grenzen. Weitere Mittel gibt es vom Land, um für drei Jahre eine Projektkoordinierungsstelle im Kreis Düren einrichten zu können. Eine ebenso hohe Förderung erhält auch der Kreis Euskirchen. Beide Landkreise hatten sich partnerschaftlich um die Fördermittel beworben.

„Da Fördergelder nur dort eingesetzt werden dürfen, wo der Markt versagt hat, haben wir aktuell noch einmal alle Telekommunikationsunternehmen vertraulich zu ihren Ausbauplänen im Kreis Düren befragt. Von daher wissen wir in Kürze, an welchen Stellen wir das Geld einsetzen müssen, um die Vollversorgung sicherzustellen“, erklärte Schultz. Von „lebhaftem Interesse“ bei den Anbietern berichtete Spelthahn.

Um den Eigenanteil zahlen zu können, waren bereits drei Millionen Euro in den Kreishaushalt eingestellt worden. „Ich gehe davon aus, dass wir nicht alles brauchen werden“, sagte Spelthahn optimistisch. Um keine Kommune auszuschließen, falle für Stärkungspaktkommunen und Kommunen, die ein Haushaltssicherungskonzept haben, kein Eigenanteil an.

„Schnelles Internet spielt eine zentrale Rolle für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes“, unterstrich Dürens Landrat die Bedeutung des Breitbandausbaus. Besonders im Südkreis, aber auch in der Stadt Düren und anderen Kommunen habe es bislang noch weiße Flecken auf der Karte gegeben. „Wir werden nicht jedes einzelne Gehöft erreichen“, sagte Spelthahn.

99 Prozent der Menschen würden aber bis 2018 von dem Ausbau profitieren, Gewerbegebiete und Bildungseinrichtungen sollen direkt mit Glasfaser versorgt werden, womöglich auch Neubaugebiete. „Wenn alles optimal läuft, können wir in diesem Jahr noch mit dem Ausbau beginnen“, hofft Wolfgang Spelthahn.