Erkelenz: Bodewig versichert: Die Kreisverkehre kommen

Erkelenz : Bodewig versichert: Die Kreisverkehre kommen

„Früh steht auf, wer Erfolg haben will!” Das muss sich am Freitagmorgen auch der Erkelenzer Bürgermeister Erwin Mathissen gedacht haben.

Er konnte dem Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig bei dessen Besuch in Erkelenz eine wichtige Aussage entlocken. „Die beiden Kreisverkehre werden gebaut!”

Dabei handelt es sich um die geplanten Kreisverkehre an der Bundesstraße 57. Zum einen in Höhe der Kreuzung L 227/B 57 und zum zweiten in Höhe des Gewerbe- und Industrieparks Commerden.

„Alle Menschen sollen das Stadtzentrum von Erkelenz vernünftig und sicher erreichen. Dazu gehört auch eine zusätzliche Anbindung der Antwerpener Straße (L 227) an die Bundesstraße 57. Im Zusammenhang mit der Anbindung des Gewerbeparks sind die verkehrlichen Voraussetzungen gegeben, um einen Kreisverkehrsplatz zu realisieren”, erklärte der SPD-Politiker.

Um acht Uhr war der Bundesverkehrsminister angereist und nahm erst einmal zusammen mit dem Technischen Beigeordneten Ansgar Lurweg und Bürgermeister Mathissen den Bahnhof in Augenschein.

Hier äußerte der Bürgermeister den Wunsch der Stadt, das Umfeld zu verbessern, auch durch private Investoren. „Der Bahnhof ist natürlich eine Visitenkarte der Start. Deshalb wäre es wichtig, hier ein entsprechendes Umfeld zu schaffen.”

Bodewig versprach, mit der Bahn darüber zu reden, ob sie sich an der Umfeldverbesserung beteiligen möchte oder aber bereit sei, Grundstücke für eine solche Verbesserung bereitzustellen. „Ich werde mich dafür einsetzen, zumal die Bahn ab Erkelenz ausgelastet ist. Das freut mich sehr”, erklärte Bodewig. Danach besichtigte der Minister mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten für den Kreis Heinsberg, Dr. Christoph Zöpel, die Standorte für die Kreisverkehre.

Es folgte zum Abschluss des rund einstündigen Besuches der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt im Haus Spiess. Auch hier betonte der Minister, wie wichtig die Erstellung der Kreisverkehre sei. „Die werden kommen”, versicherte er, ehe er von der Stadt reich beschenkt wurde. Neben einem guten Erkelenzer Urkorn gab es eine Krawatte sowie zwei Bücher.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass sie den Weg nach Erkelenz gefunden haben”, lobte Mathissen den Parteikollegen, der einen Besuch Mitte Juli aus privaten Gründen abgesagt hatte.

Beim Thema Eiserner Rhein zeigte sich der ansonsten sehr locker auftretende Verkehrsminister Bodewig zugeknöpft. „Es gibt derzeit Probleme zwischen den Niederlanden und Belgien. Die müssen erst einmal einen Vertrag ausarbeiten”, erklärte Bodewig auf Anfrage der EVZ.

Nicht viel fiel ihm auf die Frage ein, wie wichtig diese Verbindung zwischen den Häfen Antwerpen und Duisburg denn für Deutschland sei. „Dazu möchte ich mich nicht äußern. Da müsste ich mich erst einarbeiten” erklärte der „Berlin-Besuch”.

Auch wenn dies ein Besuch in Erkelenz war und lediglich Wegberg vom Eisernen Rhein betroffen ist, etwas mehr hätte man schon gerne erfahren über solche regionalen Probleme!