Wassenberg: Blumen und Beifall für den Bürgermeister

Wassenberg : Blumen und Beifall für den Bürgermeister

Die konstituierende Sitzung des neuen Stadtrates nahm für Wassenberger Verhältnisse einen ungewöhnlichen Verlauf.

Es gab nur einstimmige Beschlüsse sowie Blumen und Beifall für Bürgermeister Manfred Winkens, der am Montag im Sitzungssaal des Rathauses seinen Eid leistete und offiziell in sein Amt eingeführt wurde.

Eröffnet wurde die Sitzung, der so viele Zuhörer beiwohnten, dass die Stühle nicht ausreichten, vom Altersvorsitzenden Johannes Feiter. Der 70-jährige CDU-Stadtverordnete war für Arnold Klothen von der SPD eingesprungen, weil dieser aus Gesundheitsgründen auf das Ehrenamt verzichtet hatte.

Nachdem Manfred Winkens, der zum ersten Mal die Amtskette des Bürgermeisters trug, seinen Amtseid geleistet hatte, brandete Beifall auf, und die Vorsitzenden der Fraktionen gratulierten mit Blumen. In seiner ersten Rede vor dem Stadtrat versprach Winkens, er werde seine „volle Arbeitskraft zum Wohle unserer Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger” einsetzen.

Nachdenklich stimmt Winkens die geringe Wahlbeteiligung bei der Stichwahl. Der neue Erste Bürger weiter: „Hier gilt es, in Zukunft Überzeugungsarbeit zu leisten, um auch diese Menschen dazu zu bewegen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.”

Das kann seiner Meinung nach nur dadurch geschehen, „dass wir hier im Rat der Stadt Wasserberg sachorientiert und bürgernahe Politik machen und kooperativ und vernünftig miteinander umgehen, um Ziele zu erreichen, die allen Menschen in unserer Stadt zu Gute kommen”.

Bindeglied

Er wolle, so betonte Winkens später, „mit allen hier im Rat vertretenen Parteien und Gruppierungen konstruktiv, sachorientiert und kooperativ zusammenarbeiten”. Er sieht sich dabei als Bindeglied und Vermittler zwischen einer bürgernahen und motivierten Verwaltung und der Wassenberger Bevölkerung.

Winkens blickte auch in die Zukunft und skizzierte Ziele der künftigen Arbeit. „Oberstes Leitziel muss es sein, die Attraktivität und den Wohnwert unserer schönen Stadt zu steigern. Dabei müssen die Grundbedürfnisse Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit und Erholung im Interesse möglichst vieler Menschen koordiniert werden.”

Er wünscht sich neue Geschäfte in einer sanierten Innenstadt, weitere Ausbildungs- und Arbeitsplätze, eine Verbesserung der Verkehrssituation (B221n), einen weiteren Abbau der Schulden und als Fernziel ungefähr 18.000 Einwohner.

In der Innenstadt lägen zwar die Schwerpunkte der Weiterentwicklung, man dürfe aber dabei die Außenorte nicht vernachlässigen. Winkens weiter: „Die Kernstadt und die Außenorte müssen gleichermaßen und sozusagen als Ganzes zukunftsfähig gemacht werden.” Beifall von allen Fraktionen gab es, als Winkens gegen Ende seiner Rede seinem Vorgänger Manfred Erdweg für dessen Arbeit für die Stadt Wassenberg dankte.

Problemlos verlief die Wahl der beiden ehrenamtlichen Stellvertreter des Bürgermeisters. Die CDU schlug Willibert Roggen als ersten, die SPD Leo Stassny als zweiten Stellvertreter vor. Beide konnten bei der gemeinsamen und geheimen Abstimmung alle Stimmen auf sich vereinigen.

Kommentar eines zufriedenen Zuhörers am Ende der harmonischen Ratssitzung: „Das war ein guter Anfang.”

Einstimmig gewählt wurden auch die sechs Ortsvorsteher: Dietmar Trizinski (SPD) für Wassenberg, Franz-Josef Beckers (CDU) für Orsbeck, Ingo Ramakers (CDU) für Ophovenm Hubert Ramakers (CDU) für Effeld, Karl-Heinz Dohmen (CDU) für Birgelen sowie Reinhold Knorr (UL) für Myhl.