Erkelenz: Blick über den Tellerrand in weite Ferne

Erkelenz : Blick über den Tellerrand in weite Ferne

Handwerkliche Berufe kamen auf der dritten „Berufsbörse” der Erkelenzer Realschule bei den Schüler auf Anhieb leider nicht so gut an.

Rund 40 Eltern aus verschiedenen Berufsbranchen standen den Jugendlichen Rede und Antwort, ermöglichten ihnen interessante Einblicke in die reale Berufswelt der Erwachsenen.

„Ziel der Veranstaltung ist vor allem, den Blick über den Tellerrand zu ermöglichen”, betonte Michael Spatz, der in den Fächern Chemie und Deutsch an der Realschule unterrichtet. Um den Schülern ein möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen Berufen zu präsentieren, sei die Einteilung der einzelnen Berufsfelder in fünf Kategorien bewusst grob gewählt worden, so Spatz.

Im Laufe der Berufsbörse stellten die vielen Referenten dementsprechend viele unterschiedliche Berufe den interessierten Schülern vor, die ihr eigenes, meist eher ungenaues Berufsbild durch fundierte Informationen erweitern konnten.

Neben dem Öffentlichen Dienst und dem kaufmännischen Berufsfeld gehörten auch technische und medizinische Berufe zu den vorgestellten Berufsfeldern. Auch gehörte zu der breiten Palette der vorgestellten Zukunftsmöglichkeiten der Beruf des Metzgers.

Die meisten Schüler waren auf Anhieb von den kaufmännischen Berufsmöglichkeiten angetan. Das Handwerk kam dagegen nicht so gut an.

Nur bei einer Schülerin änderte sich nach der Informationsveranstaltung die Meinung gegenüber dieser Branche: Die 16 Jahre junge Julia Wolk, die sich anfangs auch eher für den kaufmännischen Bereich interessiert hatte, zog am Ende der Veranstaltung eine mögliche Karriere im Handwerk ernsthaft in Betracht.

Damit war ein Ziel der Börse, den Schülern ein weiteres Spektrum an Berufsmöglichkeiten aufzuzeigen, durch die Eltern bestens abgedeckt worden.

Bereits im Vorjahr hatte die Berufsbörse ihren Zweck erfüllt, wie sich der Chemie- und Deutschlehrer erinnerte. Da war ein Schüler recht uninteressiert zu einer Information über einen technischen Beruf gegangen. Am Ende habe er allerdings ein Praktikum und später sogar eine Lehre in dem Betrieb begonnen.

Das Lehrerteam, zu dem Michael Spatz, Uschi Kiefer, Marion Rock, Martha Schrader und Petra Negwer gehören, wird die neu gewonnenen Erkenntnisse in die Planung der nächsten Berufsbörse einbeziehen.