Heinsberg-Oberbruch: Bislang 200 von 700 DNA-Tests negativ

Heinsberg-Oberbruch : Bislang 200 von 700 DNA-Tests negativ

Auf den ersten Blick scheint es so, als sei wieder Ruhe eingekehrt in Oberbruch. An den Vergewaltiger, der am 23. September, 28. Oktober und 4. November letzten Jahres drei Frauen im Bereich der Boos-Fremery-Straße missbrauchte, erinnern nur noch die Plakate mit dem durch die Kripo angefertigten Phantombild.

Sind die Ermittlungen im Sande verlaufen? Gab es vielleicht sogar einen neuen Zwischenfall? Wir sprachen darüber mit Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Frenken.

Was haben die DNA-Analysen ergeben, die an den Speichelproben unzähliger junger Männer vorgenommen wurden?

Frenken: Die bislang 200 untersuchten Proben sind alle negativ getestet worden, aber es fehlen noch etwa 500. Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse des Landeskriminalamtes bis Mitte März vorliegen.

Laufen auch noch Untersuchungen über die DNA-Analysen hinaus?

Frenken: Wir hatten ursprünglich geplant, 450 junge Leute zwischen 18 und 25 Jahren, die einen Bezug zu Oberbruch haben, dem Test zu unterziehen. Die restlichen 250 junge Männer ergaben sich aufgrund von polizeilichen Ermittlungen und Hinweisen aus der Bevölkerung. In diesen Fällen sind auch umfassende Ermittlungen angelaufen - bislang jedoch ohne Ergebnis.

Haben Sie den Eindruck, dass das Interesse an dem Fall in der Bevölkerung schon abgeflacht ist?

Frenken: Eigentlich nicht. Dank der Medien erhalten wir noch immer Hinweise aus der Bevölkerung. Wir stellen zudem fest, dass die Jugendlichen jetzt besser aufeinander aufpassen. Viele Jugendliche werden auch von ihren Eltern zur Disco gebracht oder abgeholt. Einen weiteren sexuellen Übergriff hat es bislang nicht gegeben.