Kreis Heinsberg: Bioenergie-Forum im Kreis Heinsberg

Kreis Heinsberg : Bioenergie-Forum im Kreis Heinsberg

Das Motto der Agenda 21, angestoßen auf der Klimakonferenz von Rio de Janeiro 1992, lautet: „Global denken - Lokal handeln”. Auch der Kreis Heinsberg habe sich frühzeitig der lokalen Agenda 21 mit verschiedenen Maßnahmen verschrieben.

Das erklärte Landrat Stephan Pusch beim Bioenergie-Forum, das am Tag der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Biogasanlage in Gangelt stattfand.

„Umweltfreundlicher ÖPNV durch Bio-Diesel-Einsatz bei der Fahrzeugflotte der West Energie und Verkehr, umweltfreundliche Nutzung klimaschädlichen Deponiegases der kreiseigenen Deponien für die Stromgewinnung oder aber energetische Gebäudesanierung bei den kreiseigenen Liegenschaften”, dies seien nur drei Stichworte, so Pusch.

„Das gewaltigste Aufgabenfeld liegt aber - auch im Kreis Heinsberg - noch vor uns”, sagte der Landrat. Im Kanon der regenerativen Kraftquellen seien nachwachsende Rohstoffe, kurz „Nawaro” genannt, schon längst das mit Abstand wichtigste Element. Allerdings beschränke sich ihr Einsatz hierzulande noch vorzugsweise auf eine Nutzung, die schon seit immer bewährte Praxis gewesen sei: die Holzfeuerung in häuslichen Kaminen und Heizöfen.

„Und doch führt künftig kein Weg daran vorbei”, so Pusch, „pflanzlichen Brennstoff vor allem in Verkehrsmitteln zu verfeuern.”

Der Landrat verwies auf die Aussage von Helmut Born, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes. Er sage: „Bioenergie ist ein Zukunftsmarkt.” Rund 3300 Biogasanlagen bereits heute in Deutschland würden ihm Recht geben. Aber auch bei der Weiterentwicklung der Bioenergie würden ganz grundsätzliche Fragen auf Klärung warten.

Pusch ging auch auf Energiesparen ein. Schon allein die ökonomische Vernunft gebiete es, diesem Thema gebührende Aufmerksamkeit zu widmen.