Hückelhoven: Biathlon in Hückelhoven: Kuhglocken für die Langläufer

Hückelhoven : Biathlon in Hückelhoven: Kuhglocken für die Langläufer

Dass „Hückelhoven brummt” ist ja dank der Bemühungen des Gewerberings, der Stadtmarketing GmbH und der Verwaltung hinreichend bekannt.

Dass Hückelhoven aber auch rutscht und zu einem alpinen Austragungsort wird, ist relativ neu. Jetzt versanken wieder Teile der Parkhofstraße in rund 75 Kubikmetern Kunstschnee, den man aus der Skihalle Landgraaf herangekarrt hatte.

Denn nach dem Erfolg des letzten Jahres stand auch diesmal die offene Stadtmeisterschaft im Biathlon auf dem Programm. Ganz so skialpin wollte man es aber doch nicht zugehen lassen. Und so hatten die wagemutigen Starter eine Strecke von rund 200 Metern zurückzulegen und mussten auch unter Aufsicht mehrere Luftgewehrschüsse auf eine elektronische Zielscheibe abgeben.

Wer dabei nicht oft genug traf, musste „Strafrunden” im Endkreisel der Schneestrecke drehen. Und das waren die meisten der Teams, die angetreten waren, um den Ruf der Zechenstadt als Wintersportzentrum zu rechtfertigen.

Auch war es mit den Skilanglaufkünsten einiger Starter auch noch nicht ganz so gut bestellt. Und so fielen und stolperten sie zur Gaudi der Zuschauer über die Strecke und scheiterten oft schon an dem knapp zwei Meter großen künstlichen „Hügel”, der passiert werden musste.

Und wenn es partout nicht klappen wollte mit dem Anstieg, standen auch Helfer parat, die den Biathleten kurzentschlossen über den Berg halfen. Der Gaudi tat dies jedoch keinen Abbruch.

Ganz wie bei den „echten” Wintersportlern in der Partnerstadt Ruhpolding feuerten sie die Starter mit Kuhglocken und Klappern an und veranstalteten so einen Lärm, wie man ihn aus den Fernsehübertragungen kennt.

Das lautstarke Sportereignis lockte immer wieder Besuchergruppen vom angrenzenden Weihnachts- und Trödelmarkt an, die dem fröhlichen Treiben belustigt zuschauten.

Bereits im letzten Jahr war aus den Reihen der Zuschauer die Idee geboren, dass man ja auch ein Schanzenspringen auf der Parkhofstraße veranstalten könne. Ob diese Idee jedoch in die Ttat umgesetzt wird, steht derzeit noch in den Sternen.

Letztendlich war Ralf Sester von der Werbegemeinschaft, der am Startpunkt vielen Flachland-Alpinisten auf die Bretter helfen musste, zufrieden mit dem Biathlon. Gegen Mittag begann die weiße Pracht jedoch schon bedenklich zu schmelzen und verwandelte die Parkhofstraße in das, was man in hiesigen Gefilden im Winter eher kennt: eine matschnasse Straße.