Städteregion: „Beste Aussichten”: IHK Aachen ehrt 105 Prüfungsabsolventen

Städteregion : „Beste Aussichten”: IHK Aachen ehrt 105 Prüfungsabsolventen

„Sie sind die Stars der dualen Ausbildung”, lobt Jürgen Drewes. Und damit meint der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen 105 von 1558 Prüfungsabsolventen, die bei der Abschlussprüfung im Winter 2009/10 die Bestnote 1,0 erreichten. Mit einer Urkunde wurden sie jetzt geehrt.

Und Drewes prophezeit den Musterabsolventen auch weiterhin eine glorreiche Zukunft: „Ihre Beschäftigungschancen sind bestens. Mit einem solchen Abschluss kann man auch in wirtschaftlich schweren Zeiten positiv in die Zukunft blicken. Das duale System ist für Sie eine hervorragende Plattform.” Dass Deutschland mehr Akademiker brauche, sei „mit Verlaub gesagt Unsinn”, sagt Drewes. Absolventen, die im Betrieb gelernt hätten, würden ebenso dringend benötigt.

60 Prozent der Schulabgänger beginnen zurzeit eine duale Ausbildung - in Deutschland wohlgemerkt. Denn dieser Bildungsweg ist nahezu einzigartig. Nur die Schweiz und Österreich bieten das duale System vereinzelt an. „Das Ausland beneidet uns um eines der größten deutschen Erfolgsmodelle”, erklärt Drewes.

David Hansemann - Präsident der IHK in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts und Gründer der Aachen Münchener Versicherungsgesellschaft - absolvierte kein Studium, sagt Drewes. Aber auch mit einer kaufmännischen Ausbildung wurde der Wahl-Aachener sehr wohlhabend. Ein Vorbild also für die Absolventen. „Wenn Sie sich die Frage stellen, will ich mich auch selbstständig machen, dann können Sie sich gerne an uns wenden. Wir sind in einer Gründerregion”, wirbt der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Abschließend dankt Drewes den Ausbildern aus den Unternehmen sowie den Lehrern der Berufskollegs, die die Azubis mit hohem Fachwissen und pädagogischem Geschick unterstützt hätten. Zudem gibt er den leistungsstarken Jugendlichen einen guten Rat mit auf den Weg: „Der Bildungsweg ist jetzt nicht zu Ende. Auch die sehr Guten müssen sich auf ein lebenslanges Lernen einstellen.”

Dabei biete die Kammer Fachseminare, Weiterbildungen oder auch Auslandsaufenthalte an, die für die „sehr guten” Prüflinge vom Bund teilweise mitfinanziert werden. Eine Fortbildung innerhalb von drei Jahren kann mit bis zu 5100 Euro unterstützt werden. Mehr als 500 Menschen aus dem Kammerbezirk erhalten diese Förderung zurzeit. IHK-Hauptgeschäftsführer Drewes appelliert: „Nutzen Sie die Möglichkeiten, denn Stillstand bedeutet Rückschritt.”