Kreis Heinsberg: Beratung durch KoKoBe im Kreis Heinsberg gut vernetzt

Kreis Heinsberg : Beratung durch KoKoBe im Kreis Heinsberg gut vernetzt

KoKoBe: Dieses Kürzel steht für Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsangebote. Sie sind gedacht für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung sowie deren Bezugspersonen und Fachkräfte. Und ein Blick auf die Statistik für 2017 bestätigt: Die Beratung durch die KoKoBe Kreis Heinsberg wird weiterhin stark nachgefragt.

Von Wohnen bis Kindergeld

Schwerpunktmäßig wird zu den Themen Wohnen, Wohnhilfen und Freizeitgestaltung sowie soziale Kontakte beraten. Seit den Veränderungen durch die Pflegestärkungsgesetze und den ersten Umsetzungen des Bundesteilhabegesetzes haben Nachfragen zu Leistungsansprüchen und Antragstellungen zugenommen. Dies belegen die Fallzahlen, die sich im Vergleich zu 2016 sogar erhöht haben.

Daneben haben die Mitarbeiterinnen der KoKoBe im vergangenen Jahr Ratsuchende über die Beantragung verschiedener Leistungen informiert. Das Spektrum reicht von Grundsicherung und Eingliederungshilfe über Pflegeversicherung bis zu Kindergeld.

Drei Sozialpädagoginnen

Häufig werden in der Beratung auch Kontakte zu anderen Beratungsangeboten im Kreis Heinsberg hergestellt. „Wir sind im Kreis Heinsberg sehr gut vernetzt mit anderen Unterstützungsangeboten, aber auch mit Ansprechpartnern von Behörden und Ämtern, um auf direktem und unkompliziertem Weg weiterhelfen zu können“, so Adelheid Venghaus, Denise Lison und Sonja Jütten.

Sie sind die KoKoBe-Mitarbeiterinnen. Alle drei sind Sozialpädagoginnen und arbeiten jeweils schon mehr als zehn Jahre in der Begleitung und Beratung von Menschen mit Behinderung.

Zu finden ist das Beratungsangebot mittlerweile an drei Standorten im Kreisgebiet: in Heinsberg, Oberbruch und Hückelhoven. Die Beratung ist kostenlos, unabhängig und unterliegt der Schweigepflicht. Es finden regelmäßige Sprechstunden in den Rathäusern in Wegberg, Erkelenz und Geilenkirchen sowie in der Heinsberger Kreisverwaltung statt.

Für die Vereinbarung von individuellen Beratungsterminen reicht ein Telefonanruf oder eine E-Mail. Hausbesuche sind auch möglich.

Lotse im Hilfesystem

Das KoKoBe-Team versteht sich als Lotse im Hilfesystem und weist in diesem Zusammenhang auf ihre bevorstehende Informationsveranstaltung „Ich werde 18 — was ist jetzt wichtig für mich? Informationen zur rechtlichen und gesetzlichen Betreuung“ hin. Diese Veranstaltung ist gedacht für Eltern von jungen Erwachsenen und Jugendlichen mit Handicap.

In dieser Veranstaltung wird über Sinn, Zweck und Notwendigkeit der rechtlichen und gesetzlichen Betreuung bei Erreichen der Volljährigkeit des Kindes mit Behinderung informiert. So referieren am Mittwoch, 25. April, um 20 Uhr Dr. Daniela Scholz, Betreuungsrichterin am Amtsgericht Geilenkirchen, und Dirk Taube, Berufsbetreuer beim Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer als Vertreter für die Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine des Kreises Heinsberg.

Die Veranstaltung findet statt im Lehrerzimmer in der Rurtal-Schule in Heinsberg-Oberbruch an der Parkstraße 23. Es wird um Anmeldung bei den KoKoBe-Mitarbeiterinnen gebeten.

Kalender „Gemeinsam“

Die KoKoBe werden finanziert durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR). Im Kreis Heinsberg werden die KoKoBe durch eine Verbundpartnerschaft der beiden Träger Lebenshilfe und Katharina Kasper Via Nobis umgesetzt. Quartalsweise wird der Kalender „Gemeinsam“ herausgegeben, der Tipps für inklusive Freizeitangebote enthält. Die neue Ausgabe für das zweite Quartal ist aktuell bei den KoKoBe-Mitarbeiterinnen erhältlich.

Kontakte

KoKoBe-Kontakte: Heinsberg, Apfelstraße 33a, Sonja Jütten, Telefon 02452/8609790 oder E-Mail an s.juetten@­kokobe-hs.de; Oberbruch, Parkstraße 22a, Denise ­Lison, Telefon 02452/1557105 oder E-Mail an d.lison@kokobe-hs.de; Hückelhoven, Dr.-Ruben-Straße 34, Adelheid Venghaus, Telefon 02433/442555 oder E-Mail an a.venghaus@kokobe-hs.de.