Erkelenz: Beim Thema Abschied kommt die Idee

Erkelenz : Beim Thema Abschied kommt die Idee

Die Idee für die Kooperation zwischen der Pestalozzischule und dem Hospiz kam mit einer Religionsprojektwoche zum Thema „Abschied” im Mai vergangenen Jahres auf den Tisch, erinnerte sich Lehrerin Christiane Roob zurück.

Bei dieser Projektwoche hätten sich die Schüler auch mit der Frage nach „Sterben und Abschied nehmen” bezüglich der Generationenfolge auseinander gesetzt.

Während des Projektes hatten die Schüler Informationen über verschiedene Hospize eingeholt, Eltern und Großeltern wurden befragt, wie früher mit dem Thema „Tod und Abschied nehmen” umgegangen wurde.

Das habe dann zu der Frage geführt, warum Menschen heute im Hospiz und nicht zu Hause sterben. Daraus wiederum habe sich ein Besuch im Erkelenzer Hospiz ergeben, bei dem die Leiterin Ulrike Clahsen bereitwillig Rede und Antwort gestanden hätte.

„Die Jugendlichen waren von der Atmosphäre des Hospizes so berührt, dass sie den Wunsch äußerten, etwas für diese Menschen tun zu wollen”, betonte Roob immer noch total begeistert von der „Einlassbereitschaft” der Schüler auf diese sicherlich nicht einfache Thematik.

Erste Ideen wie „Wir lesen vor” oder „Wir spielen Gesellschaftsspiele mit den Bewohnern”, seien bei Ulrike Clahsen auf großes Wohlwollen gestoßen. Daraus habe sich schnell ergeben, dass maximal fünf Schüler eine Doppelstunde pro Woche im Hospiz helfen. Den Schülern standen dabei immer ehrenamtliche Betreuer zur Seite, die die Schüler auf die Arbeit im Hospiz vorbereiteten und begleiteten.

In der Doppelstunde wurde seit September jede Menge auf die Beine gestellt. So haben die erste Gruppe mit fünf Jungen für die Bewohner gebacken, vorgelesen und sehr viel Kreatives gebastelt, wie etwa kleine Kartenhalter aus Fimo. Diese könnten etwa mit schönen Sprüchen versehen werden, die die Bewohner morgens beim Frühstück auf das Tablett gestellt bekommen. Aber auch für die Verschönerung des Badezimmers legten sich die Schüler mächtig ins Zeug.

Derzeit besuchen wöchentlich fünf Mädchen das Erkelenzer Hospiz. „Die Schüler erzählen, lesen vor, spielen und sind beim Essen behilflich”, wurde lobend heraus gestellt. Mittlerweile wurde ein Informationsfilm über das Erkelenzer Hospiz gedreht, in dem die Schüler zu Wort kommen.

Das Video sei im Hospiz erhältlich, so Ulrike Clahsen, die sich über die breite Unterstützung vor allem auch bei den Erkelenzer Schulen sehr freut. So stelle das Cusanus-Gymnasium dem Hospiz für das jährliche Konzert mit „ReJosing” sein Atrium zur Verfügung, die Realschüler würden über die „Tour de Jumelage” den Hospizgedanken kräftig unterstützen, die Hauptschule veranstalte zu Gunsten des Hospizes das Sommerfest und die Schüler der Pestalozzischule engagieren sich unmittelbar vor Ort.