Übach-Palenberg / Köln: Bei der Feuerwehr geht eine Ära zu Ende

Übach-Palenberg / Köln : Bei der Feuerwehr geht eine Ära zu Ende

„Herzlichen Dank! Das war‘s!“ Mit diesen ­Worten ging am Samstagabend im Pädagogischen Zentrum der Stadt Übach-Palenberg eine Ära zu Ende, die nicht nur im Feuerwehrwesen des Kreises Heinsberg, sondern bei den Feuerwehren des gesamten Regierungsbezirks Köln nachhaltige Spuren hinterlässt.

Bezirksbrandmeister Manfred Savoir, Mitglied der Übach-Palenberger Feuerwehr, sprach die zitierten Worte mit fester Stimme am Ende eines Abends, der nicht nur ihm unvergesslich bleiben wird. Seine Feuerwehrkameraden hatten zu Ehren ihres scheidenden Bezirksbrandmeisters Manfred Savoir und des mit ihm ausscheidenden stellvertretenden Bezirksbrandmeisters Uwe Lomberg aus dem Oberbergischen Kreis auf dem Übach-Palenberger Rathausplatz einen großen Zapfenstreich ausgerichtet.

Im Regierungsbezirk Köln scheidet Manfred Savoir (2. v. r.) aus dem Amt des Bezirksbrand­meisters aus, ebenso sein Stellvertreter Uwe Lomberg (r.). Heinz-Peter Brandenberg (2. v. l.) wird der neue Bezirksbrandmeister. Sein Stellvertreter wird Klaus Bodden (l.). Foto: defi

Viele Menschen waren gekommen, um diesem stimmungsvollen Ereignis beizuwohnen. Die musikalische Begleitung hatten der ­Instrumentalverein Herbach und der Spielmannszug Loverich / Floverich übernommen. Kommandiert wurde der Zapfenstreich von Brandoberinspektor Ralf Johnen von der Feuerwehr Übach-Palenberg, aus der Manfred Savoir hervorgegangen ist und die bis heute seine Wurzeln bildet, wie im Laufe des Festabends deutlich wurde.

Dr. Jan Heinisch (l.), Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren in NRW, überreichte Bezirksbrandmeister Manfred Savoir (r.) ein Präsent zur Erinnerung an viele Jahre im Dienst der Feuerwehr. Foto: defi

Im Anschluss an den Zapfenstreich fand im PZ die Verabschiedungsfeier statt, in deren Verlauf auch der neue Bezirksbrandmeister für den Regierungsbezirk Köln Heinz-Peter Brandenberg (Erftstadt) und der stellvertretende Bezirksbrandmeister Klaus Bodden (Wegberg) vorgestellt wurden. Klaus Bodden ist seit 2013 Kreisbrandmeister des Kreises Heinsberg.

Landrat Stephan Pusch (l.) überreichte dem scheidenden Bezirksbrandmeister Manfred Savoir (r.) das Brand- und Katastrophenschutzzeichen in Silber des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: defi

Landrat Stephan Pusch überreichte Manfred Savoir im Rahmen des Festabends das Brand- und Katastrophenschutzzeichen in Silber des Landes NRW. Dieses wurde bisher erst einmal vergeben. Der Landrat würdigte die Verdienste des Bezirksbrandmeisters mit einem Vergleich. Er habe, so Pusch, in seiner Dienstzeit viele Manager erlebt, die sich an den Aufgaben, die Manfred Savoir mit Bravour gemeistert habe, die Zähne ausgebissen hätten.

Die Kölschen Funkentöter (sie sind das Traditionscorps der Berufsfeuerwehr Köln) marschierten zu Ehren der scheidenden Bezirksbrandmeister im Übach-Palenberger PZ ein. Foto: defi

Die Feuerwehrmusikkapelle Stolberg sorgte mit dem treffenden Lied „Ein Freund, ein guter Freund…“ für die musikalische Begleitung.

Die Laudatio auf Manfred Savoir und Uwe Lomberg hielt der ehemalige Kreisbrandmeister des Rhein-Sieg-Kreises, Walter Jonas. Manfred Savoir hatte das Amt des Bezirksbrandmeisters seit 1. November 2005 bekleidet, zuvor unterstützte Savoir von Januar 1991 bis November 2005 als stellvertretender Bezirksbrandmeister den Bezirksbrandmeister Anton Mertens.

Walter Jonas lobte in seiner Laudatio die grundlegenden Tugenden Savoirs, der die Feuerwehr schon im Elternhaus hautnah miterlebt habe: „So hat Manfred, die auch heute noch für die Feuerwehr grundlegenden Werte wie Kameradschaft, Dienstpflichten und Disziplin verinnerlicht und als Maxime für seine spätere Arbeit in der Feuerwehr vorne angestellt.“

Manfred Savoir betonte in seiner Ansprache, die Basisnähe sei stets die Impulsquelle seiner Arbeit gewesen. Savoir: „Vor Ort passiert Ehrenamt. Vor Ort hat man die Kameraden ernst­zunehmen.“

(defi)