Kreis Heinsberg: Bei den Giro-Cents gilt: „Mit Kleingeld Großes bewegen“

Kreis Heinsberg : Bei den Giro-Cents gilt: „Mit Kleingeld Großes bewegen“

In Deutschland ist die Zahl der Geldspender auf einem Tiefstand, wie der Deutsche Spendenrat jüngst mitteilte. Nicht so bei den Kundinnen und Kunden der Kreissparkasse Heinsberg: Die Zahl der am KSK-Spendenprogramm Giro-Cents Teilnehmenden steigt langsam, aber stetig an.

Inzwischen machen 1130 Kunden mit. Thomas Giessing, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, freute sich, wieder Geld an Organisationen aus der Region übergeben zu können, diesmal 8835,87 Euro.

Alle sechs Monate stellt die ­Sparkasse neue Spendenempfänger vor. Wer wie viel Geld bekommt, entscheiden die Kunden mit ihrer Stimmabgabe. Der Spendentopf wird über die Abbuchung der „Cents hinter dem Komma“ bei den Teilnehmern sowie eine Aufstockung durch die Kreissparkasse gefüllt. Nach der Devise „Mit Kleingeld Großes bewegen“ kommen so respektable Zuwendungen zusammen.

30,53 Prozent aller Stimmen und damit 2697,68 Euro gehen diesmal an HS — ein Kreis hilft. Der Verein bietet kleinen und großen Hilfsorganisationen in der Region eine Plattform, um diese bei der Spendenakquise zu unterstützen. Der Vorsitzende des Vereins, Landrat Stephan Pusch, nahm die Spende dankend entgegen.

Er betonte, wie wichtig es sei, den Netzwerkgedanken zwischen den einzelnen Hilfsorganisationen zu fördern. Dazu leiste der Spendenbetrag eine wertvolle Hilfe. Wenige Stimmen mehr — exakt 30,97 Prozent —konnte das Jugendrotkreuz für sich erzielen. Carsten Kohnen, Jugendrotkreuz-Kreisleiter, berichtete, dass die Spende in Höhe von 2736,78 Euro zur Nachwuchsgewinnung eingesetzt werden solle.

In Hückelhoven und Geilenkirchen entstehen derzeit neue Ortsgruppen. Interessierte Kinder können bereits ab dem sechsten Lebensjahr Mitglied beim JRK werden. Insgesamt 38,50 Prozent aller Stimmen entfielen auf die Jugendabteilungen des Technischen Hilfswerks. Die Spendensumme in Höhe von 3401,41 Euro teilen sich die Ortsgruppen aus Erkelenz, ­Hückelhoven und Übach-Palenberg. Das Geld fließt in erster Linie in Teambuilding-Maßnahmen, zum Beispiel bei einem anstehenden Zeltlager für die Jugendlichen, wie Jörg Magaß vom Ortsverband Übach-Palenberg erläuterte.

Inzwischen ist bereits die neue Spendenphase gestartet. Die aktuellen Spendenempfänger sind der Förderverein der Palliativstation am Heinsberger Krankenhaus, das Frauenhaus des Kreises Heinsberg sowie die Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr (Selfkantbahn).