Kreis Heinsberg: Bei 100 Unternehmerinnen steigt das Lampenfieber

Kreis Heinsberg : Bei 100 Unternehmerinnen steigt das Lampenfieber

Das gewagte Experiment geht in den Endspurt und prominente Gäste haben ihr Kommen zugesagt: Rolf Zuckowski und Wolfram Eicke wollen das Musical der 100 Unternehmerinnen aus dem Kreis Heinsberg bereichern.

„Unser kleiner Tag hat sich mutig auf die große Reise und selbstständig gemacht, hat seinen eigenen Augen getraut, ist seinem Herzen gefolgt und hat dabei zu sich selbst gefunden. Wer sich in seiner Geschichte und in seinen Liedern selber wieder findet, der ist auf einem guten Weg, umso mehr noch, wer sie selber auf die Bühne bringt. Ich freue mich darauf, die Aufführung von Frauen, die rund um Heinsberg so selbstständig Theater machen, miterleben zu dürfen”, sagt Rolf Zuckowski, der bei der Premiere des Stückes am 21. Juni dabei sein wird.

Der bekannte Liedermacher ist einer der drei Schöpfer des „kleinen Tages”. Wolfram Eicke wird die zweite Premiere am 22. Juni miterleben. Ganz traurig ist Hans Niehaus darüber, dass er am Premieren-Wochenende selbst auf der Bühne stehen muss.

Das Lampenfieber der Mitwirkenden erreicht langsam seinen Höhepunkt. „Inzwischen hat sich ein Kern von fast 80 Mitwirkenden zusammengefunden und probt intensiv an den Szenen und Gesangsnummern”, erklärt die Initiatorin des Projektes, Petra Kirch, vom Blauen Haus in Heinsberg-Dremmen.

In den letzten Wochen gab es große „Coachingtage” bei Gabi Lufen von der Musicalschule Power Stage in Wegberg, die nicht nur gesangliche, sondern auch darstellerische Hilfestellungen gab. Szenenabläufe, Mikrofonübergaben und die Einsätze zur Musik müssen einstudiert werden.

Dazu schaufeln die ohnehin ausgelasteten Frauen derzeit viele Abende frei. Auch im Hintergrund wirken zahlreiche Unternehmerinnen des Kreises, arbeiten am Logo (Heide Huchel), kümmern sich um die Öffentlichkeitsarbeit und den Internetauftritt (Alexandra Gedak) oder gestalten das umfangreiche Programmheft (Constanze Kröst). Requisiten werden zusammengetragen, Kostüme genäht, Kulissen gebaut, Licht- und Tontechnik geplant und Ticketverkauf und Werbung organisiert.

„Die gemeinsame Arbeit an einem Musical-Projekt bietet den Frauen neben ihrem beruflichen Alltag die Chance, kreativ zu sein und mit anderen ohne Konkurrenzdruck an einem Strang zu ziehen”, erläutert Alexandra Gedak, die mit Regieanweisungen und zahllosen Tipps die Probenarbeit vorantreibt. Als eine der wenigen ist sie musicalerfahren. Für die meisten Frauen ist es das erste Mal, auf einer Bühne zu spielen und zu singen.