Kreis Düren: Behörde betont Schutz der Hecken: Zerstören verboten

Kreis Düren : Behörde betont Schutz der Hecken: Zerstören verboten

Unbeschadet von besonderen Schutzausweisungen ist es nach dem Landschaftsgesetz in Nordrhein-Westfalen verboten, in der Zeit vom 1. März bis 30. September Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände zu roden, abzuschneiden oder zu zerstören.

Dieses Verbot gilt, wie die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Düren mitteilt, nicht nur für den Außenbereich, sondern auch für Hausgärten, Kleingartenanlagen, Parks, auf Friedhöfen und Sportplätzen. Notwendige Pflege- und Formschnitte sind, sofern sie zurückhaltend und schonend vorgenommen werden, zulässig, jedoch nicht das „Auf-den-Stock-setzen”. Die Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände haben für die Vogelwelt und das Niederwild in der jetzt beginnenden Brutzeit besondere Bedeutung. Das Verbot bezweckt, Schädigungen unter den Bodenbrütern bei den Vögeln, beim Niederwild und zahlreichen Kleinlebewesen zu unterbinden.

Jahr für Jahr wird festgestellt, dass dürres Gras sowie die Bodendecke auf Feldrainen, Böschungen, nicht bewirtschafteten Flächen und an Wegrändern abgebrannt werden. Nach dem Landschaftsgesetz ist es unzulässig, diese Flächen abzubrennen, zu beschädigen, zu vernichten oder mit chemischen Mitteln niedrig zu halten. Pflegemaßnahmen und die bestimmungsgemäße Nutzung bleiben unberührt. Die Vernichtung ist deshalb untersagt, weil die nicht bewirtschafteten Flächen, Böschungen und Feldraine überwiegend ökologische Nischen darstellen, auf denen sich Kleinlebewesen und selten gewordene Pflanzen entwickeln können.

Zuwiderhandlungen gegen die bereits seit 1975 geltenden Verbote können als Ordnungswidrigkeit von der Unteren Landschaftsbehörde im Einzelfall mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Im Interesse des Natur- und Artenschutzes ist jeder dazu aufgerufen, diese Bestimmungen zu beachten.