Hückelhoven: Begleitung auf dem letzten Lebensweg

Hückelhoven : Begleitung auf dem letzten Lebensweg

Immer mehr Menschen leben immer länger. Der Tod kommt heute später, aber der Schrecken ist geblieben. „Ich will nicht alleine sterben”, sagt Silvia Adler. Es war auch diese Angst vor der Einsamkeit am Ende des Lebens, die der 49 Jahre alten Hückelhovenerin den Impuls gaben, beim Aufbau einer Hospizgruppe im Evangelischen Altenzentrum als ehrenamtliche Helferin mitzumachen.

Im Mai 2005 war das, als der Grundkurs für die bis heute sieben Frauen der Hospizgruppe begann; zurzeit läuft der „Vertiefungskurs”, im März wird er mit der „Beauftragung für den Dienst” abgeschlossen.

„Die Hospizgruppe im Evangelischen Altenzentrum in Hückelhoven versteht sich nicht als ambulante Hospizinitiative, sondern will sich auf die Begleitung Sterbender in unserer Einrichtung konzentrieren”, sagt Pfarrer Jung, der neben seiner Tätigkeit in Hückelhoven auch Leiter der Notfallseelsorge-Gruppe im Kreis Heinsberg sowie Krankenhaus- und Feuerwehrseelsorger in Erkelenz ist.

„Unser Ziel ist es”, sagt Gisela Drommler, „schwerkranken Bewohnern, die durch eine akute Krise oder durch langwierige chronische Erkrankungen im Sterben liegen, ein möglichst angst- und schmerzfreies Sterben in unserem Haus zu ermöglichen.”

30 Sterbefälle etwa gibt es im Evangelischen Altenzentrum Hückelhoven im Laufe eines Jahres - rund ein Drittel der Bewohnerzahl. Diesen Menschen auch im Sterbeprozess eine möglichst hohe Lebensqualität zu erhalten. Dabei sollen und wollen sich die Frauen der Hospizgruppe ehrenamtlich einbringen.

Helfer für den ambulanten Hospizdienst sind rar, es sind noch viel zu wenig Frauen - Männer gibt es so gut wie gar keine -, die sich für diesen ehrenamtlichen Dienst engagieren. Wer sich für den ambulanten Hospizdienst in Hückelhoven interessiert, kann sich bei Gisela Drommler, 02431/ 971815, oder mobil unter 0160/5380905 sowie bei Pfarrer Manfred Jung, 02431/971815, oder mobil unter 0175/5707541 melden.