Erkelenz: Bauxhof wird als Übergangsheim aufgegeben

Erkelenz : Bauxhof wird als Übergangsheim aufgegeben

Die geplante Aufgabe der ehemaligen britischen Siedlung im Bauxhof als Übergangsheim für Spätaussiedler sorgt für Bürger in den Ortsteilen Oerath und Bellinghoven für Unruhe. Sie fürchten, dass die Übersiedler in den dortigen Heimen untergebracht werden.

Diese Befürchtung wollte die Verwaltung bei der Sitzung des Hauptausschusses ebenso zerstreuen wie die Befürchtungen von Übersiedlern, sie müssten demnächst gezwungenermaßen aus dem Bauxhof fortziehen. „Niemand wird nach Oerath oder Bellinghoven umziehen müssen”, versicherte der Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen.

Der so genannte Bauxhof, in dem bislang Spätaussiedler eine Heimat gefunden haben, habe seine Funktion verloren.

Die Hälfte der 150 Wohnungen stünde bereits leer. Da die Zahl der Spätaussiedler immer mehr abnehme und in diesem Jahr gar keiner mehr nach Erkelenz gezogen sei, sei der Bauxhof als Übergangsheim nicht mehr erforderlich. Momentan wohnen dort noch 333 Menschen, Tendenz sinkend. Dennoch blieben im Bauxhof auf jeden Fall ab 2008 96 Plätze vorhanden.

Die Siedlung soll größtenteils abgerissen werden. Um die 150 Wohnungen in einen Zustand zu versetzen, die sie als Mietwohnungen qualifizieren, seien erhebliche Investitionen erforderlich. Außerdem würde durch einen Beibehalt der Wohnungen statt des unbestritten bestehenden sozialen Brennpunktes ein neuer entstehen.