Erkelenz-Immerath (neu): Baukosten für Friedhof betragen 580.500 Euro

Erkelenz-Immerath (neu) : Baukosten für Friedhof betragen 580.500 Euro

Am schlichten Hochkreuz auf dem neuen Friedhof in Immerath (Neu) versammelten sich Bewohner von Immerath (alt und neu) gemeinsam mit Bürgermeister Peter Jansen, Vertretern von Rat und Verwaltung, Frau Mayers-Becks von RWE-Power, Landschaftsarchitekt Joachim Scheller sowie Pfarrer Franz-Josef Semrau von der katholischen und Pfarrer Günter Jentges von der evangelischen Gemeinde, um den Friedhof nach der Widmung einzuweihen.

Bürgermeister Jansen sagte, dass ein Friedhof seit jeher in der Kultur der Menschen eine große Rolle spiele. Als Ort der Besinnung und der Ruhe gehöre er zum Dorf. Auch wenn noch einige Arbeiten anstünden, die in wenigen Monaten fertiggestellt würden, solle dieser Friedhof den Menschen nach Verlust der alten Heimat und allen Unruhen, Ängsten und Nöten, zwischen Siedlung und Begräbnisstätte ein Ort der Ruhe und des Friedens sein. Die erste Beerdigung erfolgte bereits am 6. März.

Joachim Scheller von der Planungsgruppe Scheller aus Niederkrüchten erklärte, dass der vorhandene Immerather Friedhof als Planungsgerüst diente. Aus diesem Grund sei Zielsetzung der Planung gewesen, neben der ethisch-christlichen Funktion auch die besondere Ortsbild prägende Bedeutung des Friedhofes wiederherzustellen.

Die Großbaumstrukturen sowie die Einfriedung durch eine 1,60 Meter hohe Klinkermauer prägen deshalb auch zukünftig landschaftlich und städtebaulich den Ortsein- wie auch Ortsausgang. Die Friedhofsflächen befinden sich in ebener Lage, sämtliche Gräberstellen werden so angelegt, dass sie barrierefrei erreicht werden können.

Ein großzügiges orthogonales Wege- und Platzkonzept mit Integration der Ruhe- und Liegeflächen übernimmt die derzeitigen Strukturen des Altfriedhofes von Immerath. Entlang der Friedhofsmauer werden Urnengräber und Kindergrabstätten angelegt sowie bedeutende Grabdenkmäler des Altstandortes integriert. Die Wahl- und Reihengräber befinden sich im zentralen Innenbereich.

Sämtliche Wege, mit Ausnahme der Zufahrten zu den Einstellplätzen, wurden mit einem wassergebundenen Deckenaufbau hergestellt. Zur Stabilisierung der Wegeränder sind diese mit Stahlkanten eingefasst worden. Die Haupterschließung erfolgt über einen vier Meter breiten Weg, an dem in den Hauptkreuzungspunkten durch besondere Pflasterstrukturen Platzräume geschaffen werden. Die nordwestlich des Eingangsbereiches noch vorhandene Freifläche ist für den Bau einer Aussegnungshalle reserviert.

Die Baukosten für den 10.000 Quadratmeter großen Friedhof belaufen sich auf 580.500 Euro. Er verfügt über 726 Wahlgräber, 135 Reihengräber sowie 80 Urnen- und Reihengräber. Er soll, wie Bürgermeister Jansen am Schluss wünschte, auch ein Stück Heimat werden.