Kreis Heinsberg: Bauhandwerk im Kreis Heinsberg erwartet Auftragsschub

Kreis Heinsberg : Bauhandwerk im Kreis Heinsberg erwartet Auftragsschub

Wer seit Monatsbeginn Häuser oder Wohnungen vermieten oder verkaufen möchte, kommt am Energie-Gebäudepass nicht mehr vorbei.

„Ab sofort gilt für Altbauten eine Ausweispflicht. Ein schlecht isolierter Bau hat dann auf dem Mietmarkt kaum eine Chance: Auf eine Energieschleuder mit vier Wänden fallen potenzielle Mieter jetzt nämlich nicht mehr rein”, so Uwe Meschwitz, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU in Aachen.

Bisher war der Ausweis nur für Neubauten Pflicht. Zunächst ist der Ausweis nur für Gebäude vorgeschrieben, die bis 1965 gebaut wurden.

„Ab Januar kommenden Jahres gilt die Ausweispflicht dann für alle Wohngebäude”, so Meschwitz. Dabei haben Hausbesitzer bis Oktober noch die Wahl: Entweder sie lassen den Ausweis aus dem Energiebedarf der letzten drei Jahre errechnen - oder ein Spezialist nimmt das Gebäude vom Dachstuhl bis zum Heizungskeller in Sachen Energieverbrauch unter die Lupe.

„Das ist zwar etwas teurer, aber auch deutlich aussagekräftiger. Hausbesitzer sollten diese Pass-Variante vorziehen”, rät der Gewerkschafter. Ab Oktober sei diese Ausweisform für alle Häuser mit weniger als fünf Wohnungen ohnehin Pflicht.

Für das Handwerk im Kreis Heinsberg erwartet die IG BAU einen Auftragsschub. „Durch den Energieausweis lohnt sich eine hochwertige Sanierung für den Hausbesitzer doppelt. Er steigert den Wert seiner Immobilie und bekommt das mit dem Energiepass schwarz auf weiß. Auf dem Mietmarkt hat er damit bessere Karten”, betont Meschwitz.

Eine solche Sanierung sei zudem eine gute Investition. „Denn eins ist sicher: Billiger werden Öl, Gas und Strom - und damit die Nebenkosten - nicht mehr.”