Erkelenz: Bauen als eines der letzten Abenteuer

Erkelenz : Bauen als eines der letzten Abenteuer

Die Immobilienmesse der Volksbank stand in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema „Energie”. Die Messebesucher konnten sich unter anderem über den neuen Energiepass informieren, der den Energieverbrauch eines Hauses darstellt und auch beim Verkauf oder der Vermietung eine wichtige Rolle spielen wird.

Neben Bürgermeister Peter Jansen waren auch seine Wegberger Amtskollegin Hedwig Klein und andere Vertreter aus Politik und Verwaltung erschienen. „Bauen gehört zu den letzten Abenteuern unserer Zeit”, erklärte Josef Brück bei der Eröffnung der nunmehr achten Immobilienmesse in den Räumen der Volksbank am Konrad-Adenauer-Platz.

Das Vorstandsmitglied der Volksbank betonte, dass der Erwerb oder der Bau eines Hauses oftmals die größte Investition im Leben eines Menschen sei. Daher sei es wichtig, sich frühzeitig zu informieren und einen Marktüberblick zu erlangen. Nur so könne das Risiko für den Bauherren so gering wie möglich gehalten werden.

Die Hilfestellung in Form der Immobilienmesse bezeichnete er als Teil der regionalen Verantwortung der Volksbank und ihrer Partner. Unter den Ausstellern waren auch die Entwicklungsgesellschaften GEE (Erkelenz) und SEG (Wegberg), die über Neubaugebiete in ihren Gemeinden informierten. Darüber hinaus waren Architekten und Bauunternehmer angetreten, um ihr Leistungsprofil vor allem unter dem Gesichtspunkt der Energieersparnis und vorsorgenden Planung darzustellen.

Auf besonderes Interesse stieß das Passivhausangebot der Erkelenzer Firma Sommer Baustatik, die angetreten ist, um die sehr energiesparenden Passivhäuser ins Bewusstsein der Bauherren zu tragen. Bei richtiger Nutzung der Passivtechnik kann der Unterhalt der Immobilie auf rund 20 Euro im Monat gesenkt werden, wodurch der Bau eines Hauses gerade für junge Familien erst interessant wird.

Vor der Tür hatte das „Treffmobil” der West Energie und Verkehr Station gemacht. Dort konnten sich die Interessenten kostenlos zum Thema Energie und Vermeidung zu hoher Kosten beraten lassen. Der Energiepass, von dem auf der Messe überall die Rede war, wird zukünftig an Bedeutung gewinnen. Er stellt jedoch, wie Energieberater Thomas Jansen betonte, keine feste Handlungsanweisung dar. Beim Verkauf oder der Vermietung einer Immobilie gibt er dem Interessenten jedoch klare Auskunft über den Energieverbrauch des Objektes.

„Die Bundesregierung setzt mit der Einführung des Ausweises auf die Selbstreinigungskraft des Marktes”, so Jansen. Denn irgendwann komme man nicht mehr an einer solchen Bestandsaufnahme vorbei, wenn man den Wert seiner Immobilie darstellen wolle. „Jeder kennt den Energieverbrauch seines Autos”, betonte er. „Dieses Bewusstsein muss sich auch auf die Häuser übertragen.” Vor allem, da durch gezielte Investitionen in moderne Energietechnik der Unterhalt der Immobilie erheblich verbilligt und die Umwelt geschützt werden könne.