Hückelhoven-Brachelen: Bankgebäude verändert das Bild von Brachelen

Hückelhoven-Brachelen : Bankgebäude verändert das Bild von Brachelen

Bürgermeister Werner Schmitz sah sich in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstagabend genötigt, in die Diskussion um die geplanten Aufstockung des „Gebäudetraktes Kommend” der Spar- und Darlehenskasse Brachelen das Wort zu ergreifen.

„Der Aspekt der Wirtschaftsförderung sollte hier den eingebrachten Bedenken der Anlieger gegenüber den Vorrang haben. Die Bank ist das einzige Kreditinstitut mit Sitz in Hückelhoven und sie ist ein sehr guter Steuerzahler. Die Bank muss in die Zukunft planen können, und wir müssen für Planungssicherheit sorgen.”

Gegen die Aufstockung hatten nämlich eine Reihe von Anwohnern der Ritzerfeldstraße, der Neustraße und Kommend Bedenken vorgetragen, da sie „nachhaltige Beeinträchtigungen der Belichtungs- und Besonnungsverhältnisse für die umliegenden Grundstücke” befürchten.

Dass diese Befürchtungen durchaus realistisch sind, räumte Wolfgang Müller-Dieck als Amtsleiter für Bauen und Wohnen durchaus ein: „Die Schlaghöhe des neuen Gebäudes ist schon nicht unerheblich, das sollte man nicht verschweigen. Aber es entsteht nicht etwa eine Gefängnishofatmosphäre für die umliegenden Anwohner, die ja die Möglichkeit haben, vorbeizuschauen”, sagte er.

Er halte die „eindrucksvolle Höhe”, die der neue Trakt haben werde, „auch vertretbar für Leute, die sich von ihrem Garten aus das Gebäude ansehen müssen”. Hermann-Josef Bocks (SPD) fand es erstaunlich, „wie viel Wohlwollen die Verwaltung dem Bauantrag entgegenbringt und wie wenig den Bedenken der Anlieger nachgegangen wird”.

Das werde, so Bocks, „ein Klotz, der nicht in das einheitliche Erscheinungsbild Brachelens passe. Franz-Josef Kreutzer (CDU) meinte, dass „auch ein markantes Gebäude ein einheitliches Erscheinungsbild” nicht ausschließe. Man müsse bei dem Antrag zwischen öffentlichem und privatem Interesse abwägen.

Während die CDU dem Bebauungsplan zustimmte, sagte die SPD nein.