Bahn will keinen Minikreisverkehr

Bahn will keinen Minikreisverkehr

Wegberg (an-o/kü) - Die Einmündung der Straße Am Bahnhof in die Bahnhofstraße soll durch einen Minikreisverkehr von 18 Metern Durchmesser entschärft werden.

Dies beschloss der Ausschuss für Städtebau, Umwelt und Verkehr bereits im letzten Jahr.

Bei einem Ortstermin haben Vertreter der Deutschen Bahn und des Eisenbahnbundesamtes jedoch Bedenken erhoben. Sie befürchteten, dass durch Rückstau der Abfluss des Verkehrs vom Bahnübergang behindert werden könnte.
Dies werde noch problematischer, wenn der Übergang automatisiert werde. Derzeit bestehe noch eine Verriegelung. Der Stellwerker könne die Strecke für den Zugverkehr erst freigeben, wenn nach visueller Überprüfung keine Fahrzeuge mehr auf den Schienen stehen und die Schranken geschlossen sind.

Die Bahn hat aufgrund der Entfernung zwischen Übergang und geplantem Kreisverkehr jedoch keine Zustimmungspflicht und, da technische Regeln nicht verletzt werden, auch keine rechtliche Handhabe zur Verhinderung.
Die Kreispolizeibehörde wird ihre Stellungnahme erst abgeben, wenn die sich derzeit häufenden kleinen Unfälle auf der Bahnhofstraße ausgewertet sind. Sollte es durch den Kreisverkehr zu Störungen am Bahnübergang kommen, werden sich die beteiligten Parteien erneut zusammen setzen und nach einer Lösung suchen.

Sofortmaßnahmen

Einige Sofortmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung an dieser kritischen Stelle wurden nach einem entsprechenden Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bereits durchgeführt. So wurde in der Straße Am Bahnhof ein Halteverbot angeordnet.
Außerdem möchte die Verwaltung in Gesprächen mit den anliegenden Gewerbebetrieben erreichen, dass der Anlieferverkehr auf die verkehrsarmen Zeiten beschränkt wird.

Ein Fußgängerüberweg in Höhe der Jakob-Hoogen-Straße wird derzeit noch nicht angelegt. Weitere Erhebungen sind dazu erforderlich; ein Ingenieurbüro, das an der Netzplanung für den Radverkehr arbeitet, soll damit beauftragt werden.