Heinsberg: Bahn soll dorthin, wo die Menschen leben

Heinsberg : Bahn soll dorthin, wo die Menschen leben

Im Rahmen einer ersten Bürger-Informationsveranstaltung in der Heinsberger Stadthalle erläuterten Vertreter des Kreises und der Stadt Heinsberg gemeinsam mit Besitzer und Betreiber Details zur geplanten Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Heinsberg und Lindern, die - wie berichtet - am 16. Dezember 2012 erneut in Betrieb gehen soll.

„Die Heinsberger Bahn kommt zurück, oder die Kreisstadt wird wieder ans Schienennetz angebunden, oder einfach nur d„r Zoch kütt”, erklärte Bürgermeister Wolfgang Dieder in seiner Begrüßung als Einstimmung auf die Thematik des Abends.

Es sei wichtig, die Bahn mit schnellen Verbindungen wieder dorthin zu bringen, wo die Menschen leben, betonte Hans Joachim Sistenich, Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH. Mit den Planungen für die Reaktivierung der Strecke von Lindern nach Heinsberg in Form einer Ankopplung an die Regionalbahn 33 in Lindern Richtung Aachen habe man ein tragfähiges Modell gefunden. Er gehe davon aus, dass die Menschen dieses System annehmen würden, für Fahrten auf der neuen Strecke, in Richtung Aachen und mit Umstieg in Lindern auch Richtung Mönchengladbach und Düsseldorf, in Verbindung mit Buslinien und neuen Park-and-ride-Anlagen.

Erneuert werden müssen Haltepunkte in Randerath, Horst, Porselen und Dremmen sowie am Kreishaus. Neue Bahnhöfe soll es in Oberbruch und Heinsberg geben.

In der Diskussion ging es um Fahrzeiten und -tarife, um die behindertengerechte Ausstattung, um Bahnübergänge etwa an der Kuhlertstraße vor allem aber um das Thema Schallschutz. Nicht gelten ließ der Bürgermeister allerdings die provokante Frage, ob die Bürger überhaupt die Bahn wieder wollen. „Wenn wir in Heinsberg zukunftsfähig bleiben wollen, dann brauchen wir die Bahn als Standortfaktor”, betonte er und erntete dafür viel Beifall.