Kreis Düren: AWO schreibt Brief an die Kindergarten-Eltern

Kreis Düren : AWO schreibt Brief an die Kindergarten-Eltern

In einem Brief informierte der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) die 1250 Eltern der Kinder in ihren 21 Tageseinrichtungen über ihre Kritik am Entwurf des neuen Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) der Landesregierung, das zum 1. August 2008 in Kraft treten soll.

Die AWO befürchtet finanzielle Einbußen der Eltern, da sich das Land aus der Defizitdeckung des Elternanteils an den Gesamtkosten zurückzöge.

Des weiteren sei ein Personalwechsel beziehungsweise -abbau wahrscheinlich, weil die Einführung unterschiedlicher „Kopfpauschalen” je Kind und Betreuungszeit die Finanzierung der Kita-Gruppen unkalkulierbar mache.

Dadurch, dass die Betreuungsangebote per Quote quantitativ festgelegt werden sollen, so die AWO, könne es längere Öffnungszeiten sowie Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren nicht mehr nach Bedarf geben.

Weiterhin antworteten 176 Mitarbeiterinnen der Tageseinrichtungen auf ein Schreiben des Ministerpräsidenten Rüttgers im Juni, in dem dieser das neue Gesetz gelobt habe. Die Mitarbeiterinnen beklagen, Rüttgers´ Ministerium halte sich nicht an den Konsens zwischen Landesregierung und freier Wohlfahrtspflege.

Die Folge sei, dass der Entwurf des KiBiz von der freien Wohlfahrtspflege abgelehnt wurde.