Kreis Heinsberg: Auszubildende präsentieren ihre Mini-Gesellenstücke

Kreis Heinsberg : Auszubildende präsentieren ihre Mini-Gesellenstücke

Die Auszubildenden der Tischler-Oberstufe vom Berufskolleg Ernährung - Sozialwesen - Technik präsentierten ihre Mini-Gesellenstücke im Forum des Berufskollegs in Geilenkirchen.

„Seit einigen Jahren führen wir in Kooperation mit der Tischler-Innung Heinsberg zur Vorbereitung auf die näher rückende Gesellenprüfung das Projekt Mini-Gesellenstück durch”, erklärte der Klassenlehrer und zugleich Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses, Andreas Rode.

Für die Auszubildenden gelte es, eigene Ideen umzusetzen und ein Möbelstück im Mini-Format zu fertigen. In jedem Jahr stelle man diese Gesellenstücke unter ein neues Thema. Diesmal stand „Kindersegen/Kinderfreuden” im Fokus der Auftragsgestaltung.

Die Herstellung der Mini-Gesellenstücke war an verschiedene Bedingungen geknüpft. Die Größe musste im Laufe des Gestaltungsprozesses festgelegt werden, nicht mehr als 50 Prozent der Sichtfläche durfte deckend lackiert werden, das Stück musste dem Thema klar zuzuordnen sein, die Fertigung in der Werkstatt sollte 25 Stunden nicht überschreiten. Zumindest bei letzterem Kriterium konnte dies nicht immer eingehalten werden.

Für die sofort ins Auge fallende „Kinderküche in Birke” benötigte von Anja Gleesner nach eigenen Aussagen 30 Stunden. Dafür bot sich dem Betrachter aber ein Höchstmaß an Übereinstimmung mit herkömmlichen Küchen samt „naturgetreuem” Kochfeld und maßstabsgetreuem Kochgeschirr.

Auch die anderen Entwürfe der Auszubildenden wie der Wickeltisch in Buche von Jens Kühnel oder das Puppenbett in Esche von Dennis Baumanns fielen direkt ins Auge. Das Spielsechseck in Kirschbaum von Benjamin Klinke erzeugte bei entsprechendem Klopfen mit einem kleinen Hammer auch melodiöse Töne.

Artöm Banbisin (Kinderbett), Christian Büschkens (Wickeltischaufsatz), Steffen Heinrichs (Spieltisch), Sascha Höpfner (Spiel-Tafel), Jennifer Lambertz (Kaufladen), Johannes Paulus (Spiel-Tafel), Isabell Röhlen (Puppenbett), Markus Schoenmakers (Leiterwagen) und Michael Windeln (Kugelbahn) komplettierten die Riege der an den Mini-Gesellenstücken beteiligten Azubis.

Die Ausbildungsbetriebe ermöglichten ihren Lehrlingen die Herstellung ihrer Objekte in der eigenen Werkstatt. Wobei die Auszubildenden geeignete Fertigungsverfahren erprobten und dabei ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten.

Der Leiter des Berufskollegs, Rolf-Dieter Crott, und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Johannes Willms, lobten nach einer kurzen Besichtigung der ausgestellten Mini-Gesellenstücke die Ergebnisse des Projekts.