Kreis Heinsberg: Austritt aus der FDP: Mobbing beklagt und Schlussstrich gezogen

Kreis Heinsberg : Austritt aus der FDP: Mobbing beklagt und Schlussstrich gezogen

„Es gibt zwei Lager im FDP-Kreisverband Heinsberg”, hat Walter Leo Schreinemacher am Donnerstag bei einem Pressegespräch im Heinsberger Kreishaus erklärt.

Er hatte gemeinsam mit Heinz-Jürgen Wolter und Frank Schott seinen Austritt aus der FDP bekannt gegeben und wollte diesen Schritt nun begründen.

In diese Auseinandersetzung zwischen den Lagern sei die Fraktion hineingeraten. „Man hat versucht, uns aufzureiben”, beklagte Schreinemacher, der von juristischen Auseinandersetzungen, unhaltbaren Anfeindungen und abwertenden Äußerungen berichtete. Diese seien zum Teil beleidigend gewesen. „Das war eine Art Mobbing.”

Dem FDP-Kreisvorsitzenden Felix Becker warf Schreinemacher vor, extrem und deutlich mit für diese Polarisierung gesorgt zu haben. Auch der Landesverband habe auf verschiedene Schreiben (unter anderem auch nach der Spaltung der Kreistagsfraktion im vergangenen Jahr) nicht reagiert. Und Schreinemacher kritisierte zudem das wenig konstruktive Verhalten eines Teils der FDP-Landtagsfraktion im Zusammenhang mit den Bestrebungen, den Kreis Heinsberg zum Fachhochschul-Standort zu machen, wie auch die fehlende Unterstützung des Landesvorstandsmitglieds Felix Becker in dieser Frage.

So habe man jetzt einen „Schlussstrich” gezogen, sagte Schreinemacher im Namen der drei aus der Partei ausgetretenen Liberalen, die aber im Kreistag bleiben wollen, um weiter liberale Politik machen zu können. Sie hätten einen Eid darauf geleistet, zum Wohle aller Bürger zu arbeiten und nicht nur für diejenigen, die liberal gewählt hätten. So wie Schreinemacher, Wolter und Schott ihre Kreistagsmandate behalten wollen und nicht ausschließen, sich mit Blick auf die nächste Kommunalwahl 2009 in Richtung der Unabhängigen Wählergemeinschaften zu orientieren, so will Schreinemacher auch sein Stadtratsmandat in Heinsberg behalten und dort auch gerne weiter in der FDP-Fraktion mitarbeiten, wie er betonte.