Kreis Heinsberg: Ausstellung bei Jungtierbesprechung größer als in den Vorjahren

Kreis Heinsberg : Ausstellung bei Jungtierbesprechung größer als in den Vorjahren

Zum dritten Mal fand die Jungtierbesprechung vom Kreisverband Heinsberg-Rur-Wurm der Rassegeflügelzüchter in Geilenkirchen-Leiffarth statt. In diesem Jahr war die Ausstellung noch größer als in den beiden vorangegangenen Jahren. Insgesamt wurden knapp 90 Tiere ausgestellt.

Mitgliedsvereine des Kreisverbandes sind Edle Zucht Hückelhoven, die Geflügelliebhaber Merbeck und der Rassegeflügelzuchtverein Selfkant und Umgebung. Dieses Mal waren auch Teilnehmer des RZV Odenkirchen und Umgebung dabei.

Ratschläge für die Besitzer

Die Preisrichter Willi Otermans und Ludjo Jobs, der bereits seit 55 Jahren als Preisrichter tätig ist, hatten viele Geflügelsorten zu begutachten. Die Begutachtung richtet sich nach dem Rassegeflügelstandard für Europa. Es wird nach Form, Farbe, Federstruktur, Kopfpunkten und Vitalität der Tiere geschaut. Bei der Jungtierbesprechung werden keine Preise verliehen. Die Preisrichter sehen sich die Hühner, Enten, Gänse und Tauben an und geben den Besitzern der Tiere Ratschläge, worauf sie bei der Zucht achten müssen, und geben ihnen wertvolle Tipps für mögliche Verbesserungen.

Unter den Enten befanden sich Lauf-, Sachsen- und Cajugaenten, bei den Hühnern waren unter anderem Ramelsloher, Bielefelder Kennhühner und schwarz-weiße Columbia zu sehen. Die Zwerghühner waren unter anderem mit diesen Rassen vertreten: Zwergitaliener, Zwergaustralorps und Zwergdresdnern. Unter den Tauben befanden sich auch Showraser, indische Pfautauben und altösterreichische Tümmler. Der Laie wundert sich, was es alles für Geflügelrassen gibt.

Die vierjährige Emma kümmert sich bereits um große Brahma und schwarz-weiße Columbia. Sie füttert die Tiere und sammelt die Eier ein. Den Stall mistet aber noch der Papa aus.

Vorwerkhuhn

Das Vorwerkhuhn war ebenfalls zur Begutachtung ausgestellt. Diese Hühnerrasse wurde ab 1900 von Oskar Vorwerk erzüchtet und 1912 zum ersten Mal öffentlich in Hannover vorgestellt. Vorwerkhühner sind sogenannte Zweinutzungshühner da sie eine gute Legeleistung und einen guten Schlachtkörper haben. Die Vorwerkhühner gelten als eine gefährdete Rasse und stehen auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte lediglich ein Züchter im Thüringer Wald noch 26 Hennen und zwei Hähne erhalten können. Um dem Aussterben entgegenzuwirken, wurde im Jahr 1999 ein Zuchtring für das Vorwerkhuhn gegründet. 2013 ist ein Bestand von 718 Hähnen und 3141 Hennen ermittelt worden.

Als nächstes Geflügelevent des Kreisverbandes findet am 3. und 4. November, jeweils ab 10 Uhr, wieder die Rassegeflügelzuchtschau im Brachelener Kaisersaal statt. Zuvor steht aber noch die Ausstellung „Land und Höhner der Geflügelliebhaber Merbeck am 27. und 28. Oktober auf dem Erlebnisbauernhof Böscherhof auf dem Terminkalender der Geflügelzüchter.