Wegberg: Ausschuss anderer Ansicht als Stadtverwaltung

Wegberg : Ausschuss anderer Ansicht als Stadtverwaltung

Wiesengräber wurden in Wegberg bisher nur als Reihengräber belegt. Die Möglichkeit, eine Grabstätte für Ehepartner freizuhalten, gab es bisher nicht.

Dies wurde von der Verwaltung mit der Störung der Totenruhe begründet, wenn die freien Grabstellen zwischen belegten Gräbern genutzt werden sollten.

Dann sei es unumgänglich, dass der Friedhofsbagger oder ein Lastfahrzeug über die bereits vorhandenen Gräber fahren müsste. „Will man eine angemessene Pietät wahren und die Totenruhe einhalten, können Wiesengräber nur als Reihengrabfeld angelegt werden”, lautete die Begründung der Verwaltung.

Ratsfrau Sandra Nelsbach von der UB-UWG hatte eine Änderung der Friedhofssatzung beantragt, nach der Wiesengräber auch als Wahlgrab angeboten werden sollen, um die Bestattung von Ehepartnern nebeneinander zu ermöglichen.

Die entsprechenden Mehrkosten müssten von den Angehörigen getragen werden. Dem Antrag vorangegangen war der konkrete Fall eines Witwers, der sich die Wiesengrabfläche neben der seiner Frau reservieren lassen wollte. Damals hatte sich auch die ehemalige Bürgermeisterin Klein für eine Ausnahme zu seinen Gunsten ausgesprochen und gefordert, dass sich der Rat nach der Wahl erneut mit der Angelegenheit befassen solle. Zwischenzeitlich sei die Grabstelle jedoch bereits belegt, wie Nelsbach in ihrem Antrag ausführte.

Der Antrag der UB-UWG wurde zur Beratung an den Haupt- und Finanzausschuss weitergeleitet. Die Verwaltung hatte dem Ausschuss geraten, von einer Änderung der Friedhofssatzung abzusehen und mit Verweis auf die gefährdete Totenruhe auch künftig Wiesengräber ausschließlich als Reihengräber zuzulassen. Dieser Auffassung konnte sich der Ausschuss mehrheitlich nicht anschließen.

Für die CDU forderte Georg Gelissen ergänzend, dass die Friedhofs- und Gebührenordnung entsprechend dem Antrag geändert werden sollte.

Mit 17 Ja-Stimmen wurde der Antrag auf Änderung der Friedhofsordnung angenommen.