Düren: Ausbau der B56: Drei Spuren für 31.000 Fahrzeuge

Düren : Ausbau der B56: Drei Spuren für 31.000 Fahrzeuge

Berufspendler haben in den vergangenen Tagen schon mit Sorge auf die gelben Markierungsstreifen und Absperrbarken an der B56 geblickt. Die Polizei hatte vor Rückstaus gewarnt.

Auch die ersten Aachener haben auf dem Weg nach Düren sicherheitshalber schon mal die Abfahrt Langerwehe genommen. „Das ist jetzt aber gar nicht notwendig“, sagt Arnd Meyer vom Landesbetrieb „Straßen NRW“ und gibt Entwarnung: „Der Verkehr fließt weiterhin zweispurig.“ Nur am ersten Tag bei der Einrichtung der Baustelle sei es zu Behinderungen gekommen.

Zwischen der Autobahnanschlussstelle und der Kreuzung der B56 mit der Nordstraße/Im Großen Tal wird es in den kommenden Monaten eine Großbaustelle geben. Das etwa 600 Meter lange Teilstück wird auf drei Spuren ausgebaut.

Der alltägliche Verkehr soll dabei so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Allerdings wird es an einigen Wochenenden Vollsperrungen geben (Termine sind noch nicht bekannt).

Bislang gibt es die dritte Spur nur auf einem ganz kurzen Stückchen gleich hinter der Autobahnabfahrt (von Aachen kommend). „Die dritte Spur ist für die bessere Abwicklung des Verkehrs und einen zügigeren Verkehrsfluss erforderlich“, erklärt Diplomingenieur Meyer. „Auf dem Teilstück sin täglich circa 31.000 Fahrzeuge unterwegs.“

Stützwand wird eingebaut

Von der Kreuzung B56/Nordstraße/Im Großen Tal aus geht es dann wie gehabt zweispurig weiter. „Da an ein Teil des Verkehrs in das Industriegebiet abbiegt, ist die Belastung auf dem weiterführenden Stück mit 20.000 Fahrzeugen pro Tag geringer“, erläutert Meyer.

Im Rahmen der Bauarbeiten wird auf dem Teilstück der B 56 sowie auf den Autobahn Auf- und Abfahrten auch die Fahrbahndecke erneuert. „Dafür sind die Vollsperrungen notwendig“, sagt Meyer. Auch für den Einbau einer Stützwand müsse die Strecke gesperrt werden. „Die Stützwand ist nötig, da die Fahrbahn näher an die parallel verlaufende Straße ‚Zum Katzbach‘ heranrückt“, erklärt der Ingenieur.

1,5 Millionen Euro investiere der Landesbetrieb in den Ausbau und die Deckensanierung der vielbefahrenen Strecke. Am Mittwoch haben die Bauarbeiter begonnen, Leitplanken und Schilder zu demontieren, ein Bagger hat die ersten Ladungen Dreck auf Laster geschaufelt.

Radfahrer und Fußgänger müssen derzeit über den Pendlerparkplatz auf einen neu angelegten Weg etwas abseits der Straße ausweichen. „Der Radweg wird aber auch künftig an der B 56 verlaufen. Er wird mit nach außen verlegt“, erklärt Meyer. Auch die Pendler müssten sich keine Sorgen machen. Der Mitfahrparkplatz ist nach Angaben von „Straßen NRW“ immer erreichbar.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende Januar dauern.