Heinsberg: Aus Rattenmäulchen sprudelt das Wasser

Heinsberg : Aus Rattenmäulchen sprudelt das Wasser

Oberbruch und Waldenrath bekommen neue heimatverwurzelte und schmucke Erkennungszeichen.

Mit Zuschüssen von 2500 und 1500 Euro fördert die Stadt Heinsberg die Errichtung von historischen Dorfbrunnen auf dem Aloysiusplatz in Oberbruch und vor dem Altenheim in Waldenrath. Einstimmig bewilligte der Schul- und Kulturausschuss die Anträge der Karnevalsgesellschaft „Brööker Waaterratte” und des Waldenrather Heimatvereins.

Die „Waaterratte” freuen sich über die Unterstützung der Stadt, wodurch pünktlich zum närrischen 7x11-jährigen Vereinsjubiläum die Aufstellung ihres „Rattenbrunnens” am 11.11. dieses Jahres möglich wird. Klar, dass Prinz und Prinzessin sowie Musikant, Tanzmariechen und Elferratsmitglied als närrisch gekleidete Waaterratte fröhlich am Wasserbeckenrand tanzen und zum Mitmachen einladen.

Denn das närrische Brunnen-Ensemble ist einzeln drehbar, die Figuren haben bewegliche Arme, Hände, Beine und Füße. Der 140 cm breite und 210 cm hohe Brunnen ist ein rundes Wasserauffangbecken mit kleinem Überlaufbecken darüber, dass aus drei Rattenmäulern an einer Mittelsäule mit Wasser gespeist wird.

Die Spitze wird von einer Seidenspindel gekrönt, als Zeichen für die industrielle Ortsentwicklung dank der jahrelangen Präsenz der Glanzstoffwerke, ihrer Nachfolgefirmen und des heutigen Industriepark Oberbruch.

Der zukünftige Rattenbrunnen wird vom Aachener Bildhauer Bonifatius Stirnberg entworfen und fertiggstellt. „Waaterratte”-Präsident Helmut Frenken freut sich, dass dieses „außerordentlich ehrgeizige Vorhaben” mit Kosten von 40.000 Euro verwirklicht werden kann.

Der Verein entwickelte einen „Vier-Säulen-Sponsorenplan”. Jeweils 10.000 Euro werden die Gesellschaft, die Mitglieder und enge Freunde sowie Handel, Industrie und Gewerbe und eine Haus- und Veranstaltungssammlung aufbringen.

Der Waldenrather Dorfbrunnen bekommt eine Dacheindeckung aus historischen Holzdachziegeln und ein Mauerwerk aus Feldbrandsteinen und wird von einer Hainbuchenhecke mit vier Pflanzen und einer Rasenfläche umsäumt. Der Heimatverein beziffert die Gesamtkosten auf 5500 Euro.