Wassenberg-Effeld: Aus dem Wasser in die Luft: Amici-Beach-Club mit neuer Wakeboard-Rampe

Wassenberg-Effeld : Aus dem Wasser in die Luft: Amici-Beach-Club mit neuer Wakeboard-Rampe

Wer das Rasante liebt, für den ist der Amici-Beach-Club genau das Richtige: Mit einem Flyboard, Wasserskiern oder einem Hoverboard über das Wasser sausen — das ist möglich auf dem Effelder Waldsee in der Nähe des Naturschutzgebietes „De Meinweg“ in Wassenberg-Effeld. Damit es den Besuchern nicht langweilig wird, plant der Geschäftsführer der Amici-Anlagen, Henry Maessen, regelmäßig neue Attraktionen.

Erst vor rund vier Wochen wurde eine weitere, gesponserte Rampe für die Wakeboarder installiert. Und bei einem Kidscamp für Wasserski konnten Kinder ab sechs Jahre ihre ersten Versuche auf den Brettern machen. „Das ist besser angekommen als erwartet. Aber insgesamt war es bei den heißen Temperaturen der vergangenen Wochen absolut voll hier“, berichtet Maessen, der ab und an auch selbst eine Runde auf dem Brett dreht.

Es sei ein Sommer, von dem man nur träumen kann, sagt er. Gerade mit Blick auf die verregneten Sommermonate im vergangenen Jahr seien die Besucherzahlen enorm gestiegen. Rund 2000 bis 2500 Gäste seien in der Hauptsaison pro Tag gekommen.

Keine Zwischenfälle

Und so klingt die Zwischenbilanz, die Maessen zieht, durchaus positiv. Keine Unfälle, keine gebrochenen Knöchel, keine Zwischenfälle. Abgesehen von eine paar hitzebedingten Schwächeanfällen sei es ruhig gewesen, sagt Maessen. „Wir sind ein Familienpark, da achten die Älteren auch auf die Jüngeren.“ Genau wie die eigenen Bademeister, die unter der Woche nach dem Rechten sehen, und die DLRG, die das Team am Wochenende verstärkt.

Nur mit einem hatte der Geschäftsführer zu kämpfen, die Hitze machte auch ihm zu schaffen. „Wir haben den Rasen zwar jeden Tag bewässert, doch dass er unbeschadet bleibt, war beinahe nicht zu stemmen. Wenn jeden Tag so viele Leute drauf sind und es noch so heiß ist, dann kann er sich kaum erholen“, erzählt er. Doch im Vergleich zu den meisten anderen Grünflächen in der Gegend strahlt die Liegewiese des Strandclubs noch in sattem Grün. Vermutlich auch dank der neuen Investitionen. So seien eine neue Bewässerungspumpe und Beregnungshaspel angeschafft worden sowie eine Kehrmaschine für Gänsekot. Hinzu kommen sechs neue Umkleidekabinen. Auch ein Treppeneinstieg für Taucher wurde an das Ufer des Sees gebaut.

An einer großen Baustelle wird zurzeit in Richtung des Strands gearbeitet. Neben den aktuell 60 Plätzen mit festen Wohnungen sollen 20 bis 25 neue Ferienhäuser auf Grundstücken von rund 150 Quadratmetern entstehen. Eine Küche, ein Bad, ein bis zwei Schlafzimmer und ein Wohnbereich werden pro Haus errichtet — eingerichtet nach den Wünschen der Käufer.

Zehn Ferienhäuser stehen noch zum Verkauf. Der Rest ist schon vergeben. Um sie zu errichten, habe eine Reihe alter Tannen gefällt werden müssen, berichtet Maessen. Um das auszugleichen, sollen viele neue Bäume gepflanzt werden. „Es soll ein natürliches Umfeld sein und auch bleiben“, betont er. Den Vorwurf, der Beach-Club störe die Natur und führe zu einem vermehrten Müllaufkommen, lässt Maessen nicht gelten. „Dort, wo Freischwimmer ins Wasser gehen, bleibt häufig Müll am Ufer und im Wald liegen. Das ist zwar weniger geworden, seitdem die Strafen erhöht wurden, aber bei uns bleibt gar nichts über. Wir entsorgen nämlich alles.“

Die Skianlage sorge für eine gute Sauerstoffzirkulation im Wasser, Muscheln säuberten es. Und erst vor wenigen Jahren habe man mit einem Naturschutzverein europäische Krebse dort ausgesetzt. Alles Maßnahmen, um die Qualität des Sees zu schützen.

Auch Saufgelage gäbe es bei ihm nicht. „Die Gäste brauchen hier gar nicht erst mit Kästen voller Bier anzukommen“, sagt Maessen. Denn ihm ginge es darum, dass sich die Familien wohlfühlten.

Noch bis zum 1. November ist der Club geöffnet. Dann geht es in die heiße Phase für die Neuerungen im kommenden Jahr. Der Aquapark wird erweitert; es soll unter anderem eine sechs bis sieben Meter hohe Kletterwand im Wasser installiert werden. Auch auf einem neuen „Air-Mountain“, also einer Hüpfburg in Form eines Bergs, sollen sich Kinder austoben können.

Tauchstation

Darüber hinaus ist Maessen im Gespräch mit einer Firma, um eine Tauchstation zu bauen. Aber ob das was wird, das wisse er noch nicht. „Das Potenzial ist da, aber man müsste das mit Unterwasserattraktionen ausbauen.“

Und noch eine große Sache plant er, schweigt darüber jedoch beharrlich. „Wir sind mit Stadt und Kreis im Gespräch für eine Erweiterung. Wenn das klappt, wird das eine super Sache“, macht Maessen neugierig. „Aber darüber sprechen, kann ich jetzt noch nicht“, schließt er.

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