Wassenberg: Aufwändige Krippe lockt Besucher in Scharen

Wassenberg : Aufwändige Krippe lockt Besucher in Scharen

Der Strom der kleinen und großen Besucher zur „Krippenlandschaft” in der Propsteikirche St. Georg reißt seit dem heiligen Abend nicht mehr ab.

Noch bis zum Tag „Heilige Dreikönige” am 6. Januar steht die Kirche offen von 15 bis 17 Uhr.

Die „Krippenlandschaft von St. Georg” - an ihrer Spitze Propst Rainer Mohren als Initiator und Ideengeber schon im Vorjahr - haben in mehr als halbjähriger Zusammenarbeit ein kleines Wunder vollbracht.

Es ist eine Krippe für Auge, Herz und frommen Sinn geworden; sie nimmt die gesamte recht Seitenschifflänge ein.

Schon während der Rorate-Messen in der Adventszeit mit figürlich und liturgisch dargestellten Bibelszenen war vorauszusehen, welchen Eindruck das Gesamtbild auf die vielen Besucher machen würde.

Seit dem „Heiligen Abend” ist die Heilige Familie das zentrale Bild im roh gezimmerten, in jedem Detail „stimmigen” Stall mit Ochs und Esel, die sich dem Kripplein mit dem Jesuskind zuwenden.

Das Gewand der Mutter Maria in Blau und Weiß, den Farben der Treue, Reinheit und Demut, ist symbolisch. Dem Vater Josef in rustikaler Kleidung der Zeit um das Jahr „0” sieht man an, dass er ein ehrsamer Handwerker ist.

Ein kleines Heer von Hirten, Hirtenfrauen und Hirtenkindern belebt die vom Stern von Bethlehem überstrahlte Szene im bergigen Gelände um Bethlehem.

Das handwerklich schön gearbeitete „Tor von Bethlehem” ist weit geöffnet. Herein treten bereits die drei Weisen aus dem Morgenland.

Die Bekleidung sämtlicher Figuren, die zu einem kleineren Teil auf Grund von Spenden bereits bei den Krippenanfängen im Vorjahr vorhanden waren, ist eine schöne, aber auch sehr arbeitsaufwendige Angelegenheit.

Schneidermeisterin Josefine Lauscher hat mehr als ein halbes Jahr an Farb- und Stoffwahl, am Faltenwurf und an Näharbeiten verwandt, um schließlich eine Vielzahl von kleinen Kunstwerken präsentieren zu können, die das „Leben” in dieser Krippe verkörpern. Es hat ihr, wie sie bescheiden anmerkt, „sehr viel Freude gemacht”.

Auch der technische Teil der Krippenlandschaft erforderte viel handwerkliches Können. Helmut Schroeder erstellte die gesamten Bauteile, Georg Bienen die Malereien, Manfred und Thomas Windelen sorgten für den Aufbau.

In diesem „Aufbau” steckt viel Symbolik, angefangen bei der Farbgebung mit dem „Rot” der Blüten als Zeichen des Leidens, das dem Kinde Jesu bereits in die Krippe gelegt wird, bis zu den Disteln und steinigen Wegen, die zum Altar, dem Opfertisch, führen.

Den adventlichen Rorate-Messfeiern zur Hinführung auf das Weihnachtsgeschehen mit Lesungen und besonderen figürlichen Darstellungen folgen nun noch einige weihnachtliche „Nachbetrachtungen” am 3. Januar und 31. Januar - „Die Heiligen drei Könige und der Kindermord” sowie „Die Darstellung Jesu im Tempel”

Ein „Spendensammler” im Gewand eines italienischen „Don Camillo” hat die Hautfarbe eines „Mohren”. Das ist ein verschmitzter kleiner Hinweis auf den Ideengeber gleichen Namens an St. Georg Wassenberg.