Wassenberg: Aufschwung durch Verkauf am Sonntag

Wassenberg : Aufschwung durch Verkauf am Sonntag

„Das wird eine attraktive Sache, wenn es mal ein bis zwei Jahre läuft”, meint Frank Sodermanns, Mitglied des Gewerbevereins Wassenbergs, über die 40 verkaufsoffenen Sonntage, die ab sofort pro Jahr in der Stadt möglich sind.

Wassenberg, das mit der Stadtkernsanierung und dem Ausbau des Freizeitangebotes ganz auf Kultur, Sport und Tourismus setzt, erhofft sich einen großen Aufschwung dadurch, dass es jetzt von der Bezirksregierung in die Liste der „Kur-, Ausflugs-, Erholungs- und Wallfahrtsorte” aufgenommen worden ist, in denen Geschäfte ab 1. Sonntag im März an 40 aufeinander folgenden Sonn-und Feiertagen in der Zeit von 10 bis 18 Uhr (bzw. von 11 bis 19 Uhr) geöffnet sein dürfen.

Ausgeschlossen sind lediglich die stillen Feiertage Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Allerheiligen, Totensonntag, Karfreitag sowie Fronleichnam.

Theoretisch ist das Angebot beschränkt, und neben Süßwaren, Takbakwaren, Blumen, Zeitungen, Milchprodukten und anderem eingegrenzt auf Waren, die für die Auflugs-, Erholungs- und Wallfahrtsorte „kennzeichnend sind”. Dieser Begriff ist jedoch, wie von Mitarbeitern kommunaler Ordnungsämter zu erfahren ist, „weit auszulegen”, und so kann man in Bad Münstereifel nicht nur typische Eifeler Spezialitäten, sondern ganz allgemein beispielsweise Textilien und Bücher kaufen. Viele Geschäfte leben inzwischen zu einem großen Teil von diesen Sonntagsverkäufen, wenn die Innenstädte bei schönem Wetter von Touristen geradezu überschwemmt sind.

Auch in Wassenberg hofft man, dass sich sogar neue Geschäfte wegen lukrativer Verdienstmöglichkeiten ansiedeln - sofern die Sache einmal läuft.