Aufgaben des MHD im Laufe der Zeit stark gewachsen

Aufgaben des MHD im Laufe der Zeit stark gewachsen

Kreis Heinsberg. „Gott möge uns alle auf unseren Wegen segnen”, bat Dechant Ludwig Zermahr anlässlich der Einsegnung von drei neuen Fahrzeugen des Malteser Hilfsdienstes und der anschließenden Ehrung von drei verdienten Maltesern im Geilenkirchener Franziskusheim.

Nach einem Gottesdienst in der Kapelle des Franziskusheimes, den Dechant Zermahr hielt, und der Einsegnung der Fahrzeuge fand ein festlicher Empfang aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Malteser Hilfsdienstes statt.

Uwe Neudeck, Geschäftsführer der Malteser-Kreisgeschäftsstelle Heinsberg in Geilenkirchen, begrüßte neben Dechant Zermahr auch Kaplan Jürgen Frisch von der Pfarre St. Marien, dazu Dr. Günter Lakenberg sowie den Einsatzleiter des Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes, Joachim Schieren, und Manfred Kaminski, stellvertretender Kreisvorsitzender der Malteser.

Robert Oligschläger, Malteser-Vertreter der Diözese Aachen, überreichte Urkunden und Medaillen an Dechant Zermahr, Dr. Lakenberg und Joachim Schieren. Dechant Zermahr dankte mit Worten des Bundeskanzlers: „Weiter so! Keine Veränderungen! Wir wissen, wohin es geht, wir wissen, wer uns führt. Ein großes Dankeschön an die Malteser!”

Dechant Zermahrs Dank galt auch Heimleiter Alfons Nickels, der für die Ehrungen Räumlichkeiten im Franziskusheim zur Verfügung stellte. Dr. Lakenberg erwähnte in seinen Dankesworten den baldigen Neubau der Malteser-Dienststelle in der Selfkantkaserne, die Ende 2005 fertiggestellt sein soll.

Uwe Neudeck hielt einen Rückblick auf die Malteser-Arbeit in Geilenkirchen: 1986 übernahmen die Malteser aus Erkelenz anlässlich des 1. Stadtfestes in Geilenkirchen den Sanitätsdienst, wozu Dechant Zermahr, damals Pfarrer an St. Marien, Flächen und Gelände vor der Kirche zur Verfügung stellte.

Dechant Zermahr äußerte damals bereits den Wunsch, eine Ortsgruppe der Malteser in Geilenkirchen zu etablieren. Die erste Bleibe fanden die Malteser in den Räumen der Pfarrei St. Marien. Kurz darauf begann die Ausbildung von Schwesternhelferinnen und Pflegediensthelfern und Kurse in Erste Hilfe und Lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort für Führerscheinbewerber. Bald waren die Räume zu klein. Im Dezember 1989 erfolgte der Umzug in die Nikolaus-Becker-Straße 17.

1990 wurden neue Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes der Malteser in Geilenkirchen aufgestellt. Um den Helfern die nötigen „Einsatzerfahrungen” zu vermitteln, wurden Sanitätsbetreuungen während Großveranstaltungen im Kreis Heinsberg übernommen.

Man strebte auch die Beteiligung am Rettungsdienst des Kreises Heinsberg an, und ab September 2002 erfolgte die Einbindung des Rettungsdienstes im Kreisgebiet. Seit 1995 ist Dr. Günter Lakenberg als ehrenamtlicher Stadtabgeordneter des Malteser Hilfsdienstes zuständig. Er wirkte federführend bei der sich ausweitenden Arbeit des MHD im Kreis Heinsberg mit.

Nachdem der MHD sich seit 1989 in der Nikolaus-Becker-Straße etablierte, sind die Aufgaben enorm gewachsen.

Um den Anforderungen im Katastrophenschutz und in der Ausbildung gerecht zu werden, plant der MHD einen Neubau, der die Halle für den Katastrophenschutz und einen Bürotrakt umfassen soll.