Kreis Düren: Auf dem Eifelsteig durch das Rurtal

Kreis Düren : Auf dem Eifelsteig durch das Rurtal

Zum geplanten „Eifelsteig”, der als Premium-Wanderweg über 250 Kilometer von Aachen nach Trier führen soll, wird es im Süden des Kreises Düren Varianten geben: auf dem Rureifelsteig. Dieser so genannte Submarkenweg mit Anbindung an den Eifelsteig wird vom Verein Rureifel Tourismus als Alternative ins Spiel gebracht, nachdem die Eifel-Touristik die vom Kreis gewünschte Änderung der Eifelsteig-Route abgelehnt hatte.

Weil der Kreis Düren bei der gewählten Strecke unberücksichtigt bleibt, kommenden nun ergänzende Strecken ins Spiel. Sie haben das Zeug, mit dem Eifelsteig, der zu den zehn „Top Trails” in Deutschland gehören soll, zu konkurrieren.

38 Kilometer lang

So mag man sich in der Rureifel-Kooperation der Südkreisgemeinden nicht mit dem sperrigen Begriff Submarkenweg anfreunden. Denn mancher Wanderer sieht im Rureifelsteig die bessere Alternative. Er wird zwei Abschnitte umfassen. Eine Strecke führt ab Kreuzau entlang den Buntsandsteinfelsen des Rurtals über knapp 38 Kilometer bis Heimbach, von dort in den Kermeter und weiter zur Hirschley bis in den Nationalpark. Der zweite Abschnitt soll, anknüpfend an die Pläne der Stolberger Nachbarn, von Kornelimünster aus über Zweifall und das Kalltal nach Schmidt führen. Nach 46 Kilometern ist nahe dem Rursee eine Verbindung mit der Westroute im Rurtal hergestellt.

Dieser zusammen rund 80 Kilometer lange Rureifelsteig dürfte für manchen Wanderer durchaus eine reizvolle, weil praktikable Alternative zum 250 Kilometer langen Eifelsteig sein. Die Strecke ist in weniger als einer Woche bequem zu bewältigen und sie unterliegt nicht den Beschränkungen, die der Eifelsteig hinnehmen muss. Etwa im Hohen Venn; dort verlangen der Schutz des Birkwildes und im Sommer die Waldbrandgefahr Sperrungen an bis zu 30 Tagen pro Jahr. Die Eifelhöhen im Westen könnten auch bei hohen Schneelagen manchen Fußgänger eher abschrecken denn anlocken. So hat der so genannte Submarkenweg im Osten durchaus den Charme einer ganzjährig nutzbaren Strecke, die einmalige landschaftliche Reize bietet.

Der Verein Rureifel-Tourismus rechnet mit einer Fertigstellung seines Eifelsteiges für Sommer 2007. Bis dahin werden die Strecken durch Wegepaten bewertet, Markierungen festgelegt und Wanderkarten erstellt. Um die Werbung brauchen sich die Väter des Gedankens keine Sorge zu machen, denn eine Vermarktung ist nach einer Zusage der Eifel Tourismus GmbH sicher.