Erkelenz-Granterath: Auch Vampire tanzen Rehaklas

Erkelenz-Granterath : Auch Vampire tanzen Rehaklas

Bitterkalt war es, dafür aber trocken beim Karnevalszug in Granterath, mit dem am Samstag traditionell der Reigen der Umzüge im Erkelenzer Land eröffnet wird.

Warm schunkeln und nach Kamelle greifen, war die Devise am Straßenrand, wo sich zahlreiche Jecken eingefunden hatten, um sich am herrlichen Karnevalszug zu erfreuen.

Weit über 1000 Teilnehmer beteiligten sich an dem bunten, rund ein Kilometer langen Lindwurm. Aufstellung war an der Schule, wo Organisator Karl Mones jeden Zugteilnehmer begrüßte und vorstellte.

Damit hatte sich der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft Granterath viel vorgenommen, denn immerhin machten wieder rund 50 Gruppen mit.

Mit von der lustigen Partie war vor allem wieder die Erkelenzer Karnevalsgesellschaft. Sie hatte das Prinzentaxi samt Riesenparkscheibe für knöllchenfreies Parken mitgebracht. Vorsicht war beim Wagen des bissigen Hoppesäck für die Zugzuschauer angebracht.

„Komm Tanz mit uns den Rehaklas, wenn du ein echter Grieche bist”, forderte derweil eine andere Gruppe die Jecken auf, und die „Krasse Herde” hatte den Glöckner von Notre Dame nach Granterath mitgebracht.

Die Dorfjugend Schwanenberg hatte sich das Motto „Schildkröten” auf den Wagen geschrieben. „Borschemich lebt weiter” verkündete ein schmucker Karnevalswagen, eine der vielen Zwergentruppen verkündete: „Nicht in jedem Mann steckt ein Zwerg, und nicht in jedem Zwerg steckt ein Märchenprinz.”

Bei der Gruppe „Die sieben Zwerge” vom SV Baal hatten sich Männer allein im Wald verirrt, und dass man zum Zwerg sein geboren sein müsse, fanden die Besucher aus Katzem, die gleich noch ihre Chinesen sowie die Katzemer Mafia mitgebracht hatten. Aus Tenholt beteiligten sich gleich 70 Indianer.

Besonders aktiv waren aber vor allem wieder die Granterather selbst, die prächtige Karnevalswagen und Kostüme präsentierten. Nicht zu übersehen waren das Space Tax vom (T)Raumschiff Surprise oder die Mainzelmännchen um Martin Finken. Frico, Gauda und Burlander gab es bei der Mausefalle vom Granterather Turnverein.

„Rettet das Gras, hier kommt der Erkelenzer Has”, hieß es bei der Landjugend. Neben den vielen farbenreichen Truppen sorgten vier Kapellen für die Musik, die Narren und Zuschauer erwärmte.