Kreis Heinsberg: Auch 2018 pauschaler Zuschuss für das Erbringen komplementärer Dienste

Kreis Heinsberg : Auch 2018 pauschaler Zuschuss für das Erbringen komplementärer Dienste

Um auch weiterhin sogenannte komplementäre Dienste erbringen zu können, wie sie in Paragraf 16 des Alten- und Pflegegesetzes (APG) Nordrhein-Westfalen vorgesehen, aber nicht refinanziert sind, stellt der Kreis Heinsberg dem Trägerverbund der Freien Wohlfahrtspflege für das Jahr 2018 einen Zuschuss in Höhe von 65 440 Euro zur Verfügung. Dies beschloss der Ausschuss für Gesundheit und Soziales einstimmig.

Komplementäre Dienste sind etwa hauswirtschaftliche Hilfen, Beratungsdienste zur Wohnraumanpassung, Hausbetreuungsdienste, Hausnotrufdienste oder andere ergänzende ambulante Hilfen wie etwa die persönliche Assistenz für ältere und pflegebedürftige Menschen und Angehörige. Inzwischen sei der Großteil der im APG vorgesehenen Hilfen über Leistungen aus dem Sozialgesetzbuch (Bücher XI und XII) gegenfinanziert, hieß es in der Vorlage der Verwaltung. Zudem seien die Kommunen maßgebliche Akteure für solche nicht gegenfinanzierten, ergänzenden Leistungen.

Bereits im Juni 2017 habe die Verwaltung darauf hingewiesen, dass das derzeitige Modell der pauschalen Förderung nicht zielführend sei, die Finanzierung künftig vielmehr „transparent, qualitäts-, leistungs- und/oder personenbezogen“ sein solle. „Konkretisierende Überlegungen zu einem dem entsprechenden, tragenden Finanzierungsmodell konnten zwischen dem Trägerverbund der freien Wohlfahrtspflege im Kreis Heinsberg und der Verwaltung noch nicht angestellt werden“, heißt es jedoch in der Vorlage weiter. So bleibt es auch für 2018 bei dem pauschalisierten Zuschuss und dem Vorschlag an die Kreissparkasse Heinsberg, diesen durch eine Spende in gleicher Höhe zu kompensieren.

(anna)
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