Erkelenz: Astrid Wolters als Bürgermeister-Kandidatin nominiert

Erkelenz : Astrid Wolters als Bürgermeister-Kandidatin nominiert

Astrid Wolters ist die Kandidatin der Erkelenzer SPD für das Amt des Bürgermeisters. Sie tritt somit im nächsten Jahr gegen den Amtsinhaber Peter Jansen (CDU) an. Wolters wurde auf der Mitgliederversammlung der SPD ohne Gegenkandidaten gekürt.

Von den 32 anwesenden stimmberechtigten Genossen stimmten 26 ihrer Kandidatur zu, was einer Zustimmung von rund 83 Prozent entsprach.

Die 49-jährige wurde in der Nähe von Kiel geboren und lebt seit 1980 in Erkelenz. In der SPD ist sie seit 1978, dem Erkelenzer Stadtrat gehört sie seit 1989 an und ist derzeit Fraktionsvorsitzende.

Als Hauptbeweggrund für ihre Kandidatur erklärte sie, dass Erkelenz „eine tolle Stadt” sei, in der jedoch derzeit die Gewichtung zu sehr auf die Fassaden gelegt würde. Als Beispiele nannte sie den sogenannten „Feller-Propeller” an der Post und die Arkaden am Bahnhofsvorplatz, deren Sinn sich ihr nicht erschließen würden.

Der CDU warf sie vor, Ideen der Sozialdemokraten „abzukupfern” und umzusetzen. So seien der Arbeitskreis „Fahrradfreundliche Stadt” und auch die Anschaffung einer mobilen Anlage zur Geschwindigkeitsmessung sozialdemokratische Ideen, mit denen sich die Mehrheitsfraktion und der Bürgermeister schmückten. Auch in der Schulpolitik versprach sie neue Impulse und gab ein klares Bekenntnis für eine weitere Gesamtschule im Nordkreis ab. Nicht Herkunft und Vermögen der Eltern dürften über den Bildungsabschluss entscheiden können.

Die CDU habe bisher bei dem Thema Gesamtschule „gemauert”. Die Stadt müsse ihrem Anspruch als „Schulstadt” gerecht werden. Daher sprach sie sich auch für kostenloses Essen an den Schulen aus und betonte, diese Forderung sei umsetzbar, da die Mittel dafür vorhanden seien. Sie warb um eine breite Unterstützung ihrer Kandidatur und versprach im Falle einer Wahl für eine „gerechte Verteilung der Mittel” zu sorgen. „Erst der Mensch und dann die Fassade.” Es sei an der Zeit zu zeigen, wofür das S bei SPD stehe.