Hückelhoven: Artistik von höchster Vollendung

Hückelhoven : Artistik von höchster Vollendung

„Der letzte Kaiser” heißt das aktuelle Programm des Chinesischen Nationalcircus.

Erstmalig werden die Artisten aus dem Reich der Mitte am Sonntag, 13. März, 20 Uhr, in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums gastieren. Produzent und Veranstalter Raoul Schoregge erläutert das Konzept der Show nicht ohne Stolz: „Der letzte chinesische Kaiser Pu-Yi steht als Metapher für den Übergang zwischen altem und modernem China.”

Was die rund 30 Artisten und Schoregge für diese Tournee auf die Beine gestellt haben, ist nicht weniger als eine Zeitreise durch über 4000 Jahre chinesischer Geschichte. Die Show beginnt zu Zeiten der Kaiserdynastien und der berühmten Terracotta-Armee. Über Mao und die Kulturrevolution spannt sich der erzählerische Bogen bis zum China des 21. Jahrhunderts, das durch die Skyline der aufstrebenden Wirtschaftsmetropole Shanghai symbolisiert wird.

„Bindendes Element auf dieser chinesischen Zeitreise ist die außergewöhnliche Artistik, in deren Mittelpunkt der Mensch steht.” Zum Einsatz kommen alltägliche Requisiten wie Fahrräder, Flaschen, Krüge und Stühle. Was die Künstler damit anstellen, ist dagegen alles andere als alltäglich: Atemberaubendes Jonglieren und turnerische Übungen in unmöglich erscheinenden Positionen zeichnen die temporeiche Show aus.

„Einen physisch existierenden Nationalzirkus unter diesem Namen gibt es in China nicht”, erklärt Schoregge. Im Gegensatz zur europäischen Tradition kennt der chinesische Zirkus weder Tiernummer, noch Clowns oder Zelte. Dafür ist die Show an atemberaubender Artistik kaum zu überbieten.

Der Vorteil dieses traditionellen Konzeptes liegt in der Flexibilität. „Wir mussten eine Show auf die Beine stellen, die in der Kölnarena ebenso wie in der Hückelhovener Aula erstklassig funktioniert.” Daher werde es in kleinen Hallen auch keine „abgespeckten” Shows geben.

Unbestrittener Publikumsliebling ist die 15-jährige Fee-Fee. Sie ist „das Küken” der Truppe und begeistert durch unglaubliche Körperbeherrschung. Schon als Kleinkind habe sie mit dem Training begonnen, erläutert Schoregge. „In China leben die Artisten in großen Familien zusammen. Die Kinder lernen von den Älteren und geben später ihrerseits die Tradition weiter.” In den Nationalzirkus komme nur die „erste Liga der Artisten”.